Artikel zu Wireless USB
December 2nd, 2007Einen ausführlichen Artikel zu Wireless USB (WUSB) vom 27.11.07 findet sich bei Tecchannel. Wireless USB ist die kabellose Variante von USB und funktioniert über die Nahbereichsfunktechnologie UWB (s. frühere Posts), die unter besten Voraussetzungen diesselbe Übertragungsgeschwindigkeit wie USB 2.0 erreichen soll. In den USA sind bereits einige Geräte im Handel erhältlich, in Deutschland ist das Verfahren von den Regulierungsbehörden noch nicht freigegeben:
Unter anderem hat Samsung bereits ein LCD-Display mit Wireless USB demonstriert, das nur noch einen Stromanschluss benötigt. Der Austausch der Bilddaten erfolgt ausschließlich über WUSB. Auch Peripheriegeräte wie Drucker, Scannern oder externen Festplatten sollen künftig mit dieser Funktechnologie arbeiten.












Ich beschäftige mich auch mit diesem Thema und schreibe seit Anfang 2007 den Wireless USB Blog (englisch)
Ergänzend zu Ihrem Artikel möchte ich noch auf 2 Video Präsentationen (englisch) hinweisen. Die bereits in den USA erhältlichen WUSB Kits haben beide den Zertifizierungsprozess für das neue Logo des USB-IF bestanden und sind somit für die Verwendung mit anderen Wireless USB Applikationen compatibel.
Grüße aus Potsdam
Danke für die Hinweise! Das Wireless USB Blog wurde natürlich sofort in den Blogroll aufgenommen.
Beste Grüße aus Berlin
Hallo !
Gibt es einen vernünftigen Grund warum sich unsere Behörden so störrisch zeigen ???
Gruß Axel
Es geht bei der Zulassung von UWB in der EU um die Frage, auf welchen Frequenzen und dort mit welcher Leistung Störungen mit anderen Funktechnologien (Bluetooth, WLAN usw) ausgeschlossen werden können. Eine gute Quelle für dieses Thema ist z.B. das PDF: http://www.swisscom-comtec.ch/pdf/comtec062005300.pdf
Daraus zitiert:
“Besonders im CEPT [Anm. Lokalfunk: European Conference of Postal and Telecommunications Administrations] wird UWB als neue Funktechnologie jedoch restriktiv gehandhabt. […] Man befürchtete einen unregulierten Massenmarkt, der bis 2010 ein Volumen von rund 600 Mio. UWB-fähiger Endgeräte erreichen könnte - aus Regulierersicht und bezogen auf den GHz-Frequenzsalat ein Horrorszenario. Der Hintergrund der EU-Vorbehalte entsteht aus der jahrzehntelangen Regulierungsphilosophie, nach der jeder Dienst seinen Funkbereich mit festen Sendeleistungen und fix berechneten Reichweiten exklusiv zugesprochen bekam und fremde Funkdienste sich nicht gegenseitig störten. Wegen der Besetzung praktisch aller attraktiven Funkbänder können Regulierer und Entwickler die zunehmende Nachfrage nach immer schnelleren Funkübertragungen jedoch nicht befriedigen.”
Irgendwo ist verständlich, dass nicht das große Frequenz Chaos ausbrechen darf, wobei durchaus pragmatische Lösungen gerade bei UWB möglich sein sollten, nochmal aus dem o.a. PDF:
“Dabei könnte gerade UWB einen Ausweg aus dieser Sackgasse ermöglichen. Die Idee dahinter überzeugt zumindest theoretisch. UWB arbeitet mit gespreizten Impulsen, die unterhalb des natürlichen Rauschpegels senden und daher bereits belegte Frequenzbänder mitnutzen können.”