Bluetooth Marketing Leitfaden - Download

Bluetooth Marketing - Zahlen und Einsichten

August 24th, 2007

In der Online Ausgabe des Handelsblatts erschien gestern ein Artikel, der in aller Kürze den aktuellen Status des Bluetooth Marketings in Deutschland zusammenfasst. Positiv ist, dass bis auf eine Ausnahme der Artikel recht ausgewogen ist. Kaum Übertreibungen der Sicherheitsgefährdung oder Jubelarien (außer in den Zitaten ;).
Eines aber ist natürlich Unsinn:

Wie aber soll das interaktive Plakat wissen, ob das Handy absichtlich auf Empfang ist oder nicht? Masterfoods und die Macher der Nelly-Furtado-Kampagne versandten deshalb erst Einverständnisanfragen an die Bluetooth-Nutzer in Plakatnähe.

Das klingt so, als ob es etwas besonderes sei, ist aber grundsätzlich der Fall ( = Standardimplementierung, außer bei Siemens/BenQ Mobiltelefonen) und von den Anbietern einer Werbung über OBEX Push nicht zu beeinflussen.

Was war sonst interessant:
1.

Allerdings: “Die Preise für diese Werbeform sind noch immer hoch”, moniert Maurice Reimer, Marketingchef für Deutschland, Österreich und die Schweiz des Klingeltonanbieters Jamba. „Noch lohnt sich diese Werbeform für uns nicht.“ Jamba bucht etwa TV-Spots nur, wenn sicher ist, dass sich die Kosten durch heruntergeladene Klingeltöne oder Handyspiele amortisieren.

Man mag Jamba mögen oder nicht, hier haben sie Recht. Wie kommen die darauf? Ein Hinweis im Artikel:

2.

Und bei einer Kampagne des Downloadportals mp3.de konnten sich Menschen, die an fünf Teststandorten in Köln von den Plakaten angefunkt wurden, ein Nelly-Furtado-Bild und die neue Single „Say it Right“ aufs Handy laden. Die Resonanz auf die interaktiven Plakate war groß: In einer Woche luden sich rund 4 000 Kölner die Angebote herunter – das ist über ein Viertel der 14 200 Handy-Nutzer, die angefunkt wurden

Das bedeutet für die Downloadzahlen pro Tag:
4000 Besucher / 5 Sender / 7 Tage = 115 Downloads / Tag und Sender

Ausgehend von der Ströer Preisliste (Wall AG ähnlich) von 50,- / Tag + ein paar Zerquetschte ergibt sich:
50 Eur / 115 Downloads = 0,44 Eur/Download.

Ein Download bei mp3.de kostet durchschnittlich 1,49 Eur. Nehmen wir an 30% davon gehen an den Betreiber des Shops.
=> ca. 0,49 Eur.

Die Marge betrage optimistische 25%:
0,49 Eur * 0,25 = 0,12 Eur Gewinn

Daraus ergibt sich, dass, falls jeder der per Bluetooth etwas empfangen hat
0,44 Eur / 0,12 Eur = ca. 4 Songs bei mp3.de
kauft, sich der Spaß auch finanziell beginnt zu lohnen, wenn auch im überschaubaren Rahmen ;)
Selbst das wage ich zu bezweifeln.

Solche Rechnungen zeigen, dass sich Bluetooth Marketing vor allem für Branding eignet, und dabei zur Zeit noch am Ehesten durch Berichte über die Kampagne als durch die Kampagne selbst. Das Handelsblatt z.B. lesen sicherlich deutlich mehr als 4000 Leute die Woche.

Es sei betont, dass die 50 Eur/Tag das absolut günstigste Angebot am Markt ist, bei kleineren Stückzahlen können die Preise sehr viel höher liegen (zumindest für einigermaßen professionelle Systeme).

3.
zum Thema Spam entlarven sich die Werbetreibenden selbst, man schaue nochmal auf den letzten Satz aus 2. :

[…] das ist über ein Viertel der 14 200 Handy-Nutzer, die angefunkt wurden

Super, d.h. 3/4 sind ungewollt angesprochen worden, denn schon die Empfangsbestätigung kann eine Belästigung darstellen.
Ich habe damals begonnen, mich mit Bluetooth Marketing zu beschäftigen, weil interessen- und ortsbasiertes Marketing 100% Downloadraten bringen sollte. Und das ist auch möglich, wenn bestimmte Regeln beachtet werden.

Ohne das kann natürlich auch der Branding Effekt (1/4 finden es gut) leicht zunichte gemacht werden (3/4 finden es ärgerlich).

4.
Ähnlich äußern sich nicht weiter benannte Forenteilnehmer:

Wenn ich ein Angebot wahrnehme, informiere ich mich! Nicht anders herum.

Amen!

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Bluetooth Marketing im Einsatz: Haase & Martin

August 19th, 2007

Der dritte Teil der Interviewreihe mit Akteuren des Bluetooth Marketings ist online - vielen Dank an Matthias Haase und Alexander Martin von der Haase & Martin GbR.

Einige Auszüge:

Kostenfreie Downloads sind sympathisch.
Die Verbreitung [von Infrarot und WLAN] wird […] hinter Bluetooth zurückbleiben.
[…] die Art und Weise der Kampagnengestaltung trägt entschieden dazu bei, das große Potential dieser Technologie gewinnbringend umzusetzen.

Das vollständige Interview ist hier zu lesen: Bluetooth Marketing im Einsatz - Haase & Martin.

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Jugendschutz mit ohne Bluetooth

August 18th, 2007

Wie heise.de gestern meldete, versucht sich Vodafone am Jugendschutz, auf verblüffende Weise:

Mobilnetzbetreiber Vodafone D2 trommelt für den Jugendschutz auf Handys, die sich in der Hand von Kindern und Jugendlichen befinden. Die Deutschland-Chefs von Vodafone und des Handy-Herstellers Samsung stellten laut dpa eine spezielle Version des Samsung-Handys D900i am Donnerstag in einer Düsseldorfer Schule vor, das für die Abschaltung der werksseitigen Bluetooth-Funktion vorbereitet ist. Auf diese Weise wollen die Firmenbosse der Verbreitung von jugendgefährdenden Bildern und Videos Einhalt gebieten, die Handys wie das 900i in hoher Qualität aufnehmen können.

Da fällt es schwer, den schwachsinnigsten Teil dieser Idee zu finden, vielleicht: Warum ein Mobiltelefon mit Bluetooth kaufen, wenn es dann deaktiviert wird? Warum eines mit Kamera? Warum nicht seine Kinder so erziehen, dass sie lieber Fussball spielen? Warum sponsert Vodafone keine Organisation, die sich um Opfer kümmert oder baut ein Gerät für schwer erziehbare Jugendliche, am Besten aus weichem Plastik, damit es nicht als Waffe benutzt werden kann? Warum der Zugang zum Internet nicht auch gleich abgeschaltet wird, über den genauso widerwärtiges gefunkt werden kann, bleibt ein absolutes Rätsel.
Abschließend sei eine ungefähre Schätzung der Wirksamkeit in Bezug auf Verhinderung von Gewalt und deren Verbreitung erlaubt: 0

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MobiBlogParade 3 - Tag this!

August 14th, 2007

Wahnsinn, schon wieder 2 Wochen rum und viel zu wenig Zeit zum bloggen. Aber hierfür muss Zeit sein:

Die dritte MobiBlogPara.de fand am So. auf mobile-tagging statt.

Die fünf Highlights in der mobilen Welt sind diesmal:

Microsofts 2D Tags,
NFC Bustickets,
Soziales Netzwerken über Bluetooth,
Objekt- und Gesichtserkennung, sowie
kabellos funken in richtig schnell.

Also wieder alles drin, was Spaß macht.

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Neue Bluetooth Version: 2.1+EDR

August 5th, 2007

Wie die Bluetooth SIG meldete, wurde die Spezifikation für die neue Version 2.1+EDR angenommen. Die ersten 2.1 Bluetooth-Geräte sollen bereits Ende 2007 im Handel erhältlich sein.

Zwei wesentliche Neuerungen bringt der neue Standard:

  1. Die Kopplung (Pairing) zweier Bluetooth Geräte soll vereinfacht werden. Es darf vermutet werden, dass das bisherige System von vielen Nutzern nicht so recht durchschaut wurde und nicht intuitiv genug ist. Dem soll auf verschiedene Arten abgeholfen werden:
    • Ein neuer Kopplungsmodus, bei dem gar keine PIN Eingabe mehr nötig ist, gedacht z.B. um sein neues Headset schneller mit dem Telefon zu koppeln.
    • Für andere, sicherheitskritischere Anwendungen gibt es das PIN-basierte Verfahren, allerdings mit anderem Wertebereich: 6 Stellen numerisch, statt bis zu 16 stellig alphanummerisch.
    • Mit Version 2.1 ist bereits das schnelle Koppeln über NFC (Near Field Communication, basierend auf RFID-Chips) spezifiziert. Hiermit reicht ein kurzes Aneinanderhalten der zu koppelnden Geräte aus. Allerdings unterstützen bisher erst sehr sehr wenige Mobiltelefone NFC.
  2. Der Stromverbrauch soll sich mit Version 2.1 stark reduzieren und die Batterielaufzeit je nach Anwendung um max. den Faktor 5 erhöhen.

Michael Foley, Vorsitzender der Bluetooth SIG, erklärt im folgenden Video mehr zu der neuen Version:

(Quelle: GearLive)

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Die Viren und ihre Warner - Bluetooth Sicherheit

August 5th, 2007

Mit einiger Regelmäßigkeit warnen Sicherheitsspezialisten der Anitvirus Branche vor den existierenden oder zu erwartenden Gefahren von Viren auf Mobiletelefonen. Manchmal sind bereits 5% aller MMS virenverseucht und damit die Hauptvirenquelle (lt. Fortinet, via teltarif, Jan. 2006) oder es sind vor allem Bluetooth Smartphones, die besonders gefährdet sein sollen, wie auf SearchSecurity zu lesen:

Existierende Handyschädlinge verbreiten sich hauptsächlich über die Drahtlosschnittstelle und nur selten per MMS oder durch infizierte Speicherkarten.

Eigentlich geht es im Artikel aber um das Apple iPhone und die Erwartung, dass es aufgrund von Softwarefehlern anfällig sein müsste für Angreifer. Diese Aussage entbehrt immerhin durch die Erfahrungen mit Windows und frühen Bluetooth Implementierungen nicht einer gewissen Glaubwürdigkeit. Im Übrigen suchen die Sicherheitsunternehmen den Markt der mobilen Geräte für ihre Software zu erobern, da liest es sich schlecht, dass es (noch) keine wirkliche Notwendigkeit für deren Produkte zu geben scheint.

Im Artikel heisst es weiter:

Außerdem müssen Anwender die Bluetooth-basierten Schadprogramme willentlich auf ihr Handy kopieren lassen und dann auch noch die Installation erlauben. Momentan ist die massenhafte Verbreitung also eher unwahrscheinlich.

(Zitatquelle: SearchSecurity.de)

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Mehr Prunk auf symbian60.mobi

August 1st, 2007

Der ersten Prunksitzung der MobiBlogPara.de folgte gerade die zweite (!), diesmal gehostet von Thomas auf dem symbian60.mobi Blog.
Wieder werden die fünf (subjektiv) besten Blogbeiträge rund um mobile Technologie und Anwendungen der letzten zwei Wochen vorgestellt, von Topfpflanzen bis Fernzugriff auf Multimediadaten per Mobiltelefon ist alles mit dabei.
Reinschauen lohnt sich!

Mitmachen beim Karneval kann man übrigens auch.

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Bluetooth Marketing im Einsatz: Jörg Rudroff

July 28th, 2007

Der zweite Teil der Interviewreihe mit Akteuren des Bluetooth Marketings ist online - vielen Dank an Jörg Rudroff von BlooZone©.

Einige Auszüge:

“Sehr hohes Potential […]”
“Der Erfolg einer BT-Kampagne steht und fällt mit den Promotionmaßnahmen […]”
“Wir sind von der Idee der ‘Kostenfreiheit’ grundlegend überzeugt […]”

Das vollständige Interview ist hier zu lesen: Bluetooth Marketing im Einsatz - Jörg Rudroff.

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Multi Gigabit Wireless - die Zukunft des Lokalfunks?

July 24th, 2007

Mit UWB (Ultrawideband) steht bereits der schnelle Nachfolger von Bluetooth in den Startlöchern. Mit dieser Technologie sollen bis zu rasanten 450 MBit/s über kabellosen Funk zu transportieren sein, also in etwa so schnell, wie über USB 2.0. Wie heute bei heise.de zu lesen war, sind aber auch schon erste Prototypen von Nahbereichsfunksendern, genannt Multi Gigabit Wireless, fertiggestellt, die selbst UWB alt aussehen lassen: 1,5 - 15 GBit/s je nach Größe des Sendechips, Leistung und Distanz (zw. 1-10m).
Ein Beispiel: mit 15 GBit/s ist eine 4GB DVD innerhalb von knapp 2 sek. übertragen.

Die kleinste Ausbaustufe mit 1,5 GBit verbraucht dabei nur 37mW auf einer Fläche von 3mm2.
Zum Vergleich: das aktuelle Bluetooth Version 2.0+EDR sendet ca. 3MBit/s bei 0,1mW Leistung in einem Class 3 Dongle. Es ist damit um den Faktor 500 langsamer aber nur um den Faktor 37 sparsamer. Die Effizienz ist also deutlich größer.

Multi Gigabit Wireless wird vom Georgia Electronic Design Center (GEDC) des Georgia Institute of Technology entwickelt. Es baut auf dem WPAN Standard 802.15.3c der IEEE auf. Die Sendefrequenz liegt bei 60 GHz, einem in den USA lizenzfrei nutzbarem Bereich.

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RMV testet NFC-Ticketsystem

July 22nd, 2007

Der RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) besitzt bereits ein mit 5000 Nutzern erfolgreiches mobiles Ticketing System für den öffentlichen Nahverkehr. Es basiert auf einer Java-Applikation. Wie am 18.7.2007 gemeldet (via Mobile Zeitgeist), startet ab sofort eine Testphase mit einer Erweiterung des Systems um passive NFC-Tags (”ConTag”), derer 600 Stück an insgesamt 59 Haltestellen installiert werden sollen. Der Vorteil der NFC Lösung ist ein vereinfachter Ablauf der Transaktion:

Im Vergleich zur bisher in Frankfurt im Einsatz befindlichen RMV-HandyTicket-Lösung verringert sich durch die Nutzung der NFC-Technologie die Anzahl der Schritte beim Ticketkauf von zirka neun auf drei:
1. Berühren des ConTags an der Haltestelle mit dem NFC-Handy
2. Auswahl der Ticketart und des Zieltarifgebiets
3. Bestätigung des Ticketkaufes
Durch das Berühren des ConTags wird das auf dem Handy installierte Ticketing-Programm automatisch geöffnet und die Starthaltestelle automatisch eingetragen.
Selbstverständlich ist der Ticketkauf auch möglich, wenn kein ConTag vorhanden ist. Dazu kann wie bisher manuell die Starthaltestelle sowie das Zieltarifgebiet ausgewählt werden.
Darüber hinaus ist am ConTag auch der Abruf des aktuellen Haltestellenfahrplanes für die jeweilige Haltestelle möglich.

(Text-/Bildquelle: RMV)

NFC RMV

Die ConTags sind im Prinzip wettergeschützte, passive NFC-Tags, die keinerlei Stromversorgung benötigen und die Signatur der Haltestelle enthalten, die vom NFC-Mobiltelefon ausgewertet wird.
Beteiligt sind an dem Projekt:

Die Anwendung wurde vom RMV gemeinsam mit Nokia und T-Systems
entwickelt und wird nun in der Mainmetropole in Kooperation mit der
Verkehrsgesellschaft Frankfurt, von traffiQ Frankfurt sowie der Ströer
Deutsche Städte Medien GmbH umgesetzt.

Der “Betatest” läuft, wer als Tester angenommen wird, erhält immerhin kostenfrei und ohne Vertrag ein Nokia 6131NFC, denn ohne NFC-Telefon kann man schließlich nichts testen.
Mehr Infos zum Thema finden sich auf den erfreulich informativen Seiten des RMV.

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