Touch-OptIn
May 6th, 2007Als Touch-OptIn bezeichne ich eine Form der Einverständniserklärung und einer Sicherheitsmaßnahme bei drahtloser Funkübertragung. Dies ist
m.E. insbesondere im Marketing und aktuell im Bluetooth Marketing in der Content-Push Variante eine entscheidende Voraussetzung für Spamvermeidung.
Touch-OptIn bedeutet, dass nur Nutzer, die ihr Kommunikationsgerät (Mobiltelefon) sehr nahe (<= 50cm) an einen bestimmten Punkt halten, überhaupt
kontaktiert werden dürfen. Wird der Empfang dann vom Nutzer erlaubt, so kann der Download je nach Bluetooth-Transmitter problemlos noch in bis zu 100m Entfernung stattfinden.
Im Falle Bluetooth ab Vers. 1.1 ist die Entfernungsmessung vor eigentlicher Kontaktaufnahmed senderseitig realisierbar über die Abfrage des Radio Signal Strength Indicator (RSSI). Dieser zeigt an, wie stark das Funksignal eines anderen Bluetooth Gerätes ist (in dBm), woraus recht gut Rückschlüsse auf die tatsächliche Entfernung gezogen werden können. Es sind also die Hersteller / Entwickler angesprochen, Touch-OptIn verbindlich für alle ihre Kunden vorzuschreiben, um Belästigungen zu vermeiden.
Ich kann nicht einschätzen, inwieweit damit rechtlich Content-Push über Bluetooth zu einem Pull Verfahren und damit vertretbar wird. Zumindest sollten aber so die Befürchtungen, an jeder Ecke mit Meldungen genervt zu werden, passé sein, selbst dann, wenn Bluetooth dauerhaft an und sichtbar geschaltet ist. Ich selbst schalte Bluetooth allerdings nur ein, wenn ich es brauche (Batterieverbrauch, Sicherheit). Für das Headset u.a. reicht zudem der “unsichtbar” Modus.
Siehe auch:
- Veröffentlichungen Kyandoghere Kyamakya, Universität Klagenfurt
Wissenschaftliche Artikel auch zu Lokalisierungstechnologien in Funknetzwerken. - Mobile Zeitgeist Blog zu Bluetooth Marketing
Stellvertretend für eine aktuelle und kritische Sicht auf Bluetooth Marketing - 12snap mahnt zu Zurückhaltung, Meldung bei teltarif.de
12snap als Verteidiger der Konsumentenrechte, nun gut, aber inhaltlich nicht ganz falsch.











