Bluetooth Marketing Leitfaden - Download

Barcode Kommunikation & Blog

May 19th, 2007

In dem sehr interessanten neuen Blog mobile tagging (via Mobile Zeitgeist) erfährt der geneigte Leser sehr viel über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich.
Barcodes sind ja nun nicht direkt Funktechnologie (die Frage, ob Licht nun Wellen oder Teilchen sind, außen vor gelassen), aber sie bieten eine einfache und spannende Alternative zu Funk in der mobilen Kommunikation. Sie werden im mobilen Marketing vor allem für die Übertragung von Weblinks zum schnellen Abruf Internetseiten verwendet, wer schon öfter über die Telefontastatur Links eingegeben hat, wird den Service unter Umständen zu schätzen wissen.

Die größten Vorteile gegenüber Bluetooth Marketing sind meines Erachtens:

  • Es ist keine Transmitterhardware vor Ort vonnöten, Barcodes sind einfach zu produzieren, sie kosten praktisch nichts. Ein einfaches Beispiel: beidatamatrix.kaywa.com kann man online kostenlos 2D-Datamatrix Codes genieren, s. Bild oben (Inhalt: Url dieses Blogs).
  • Die Kommunikationsinitiierung ist inhärent erlaubnisbasiert und unverdächtig.
  • Die transportierbare Datenmenge wächst und z.B. mit Vielfarbencodes können theoretisch bis 1.25GB kodiert werden (bei 256 Farben, Größe des Tags ?). Realistischer klingt der Vielfarbcode mit 24 Farben und 1.8MB, denn immerhin muss eine Mobiltelefonkamera und -Software das Ganze auch noch erkennen und verarbeiten.
  • Potentiell bedienungsfreundliche Technologie (zumindest der Kommunikationsvorgang an sich), Fotografieren kann fast jeder, wobei der Teufel im Detail steckt: verwackeln, Lichtverhältnisse, Software (Tag-Reader) notwendig usw.
  • Die Datenübertragung an sich dauert genau so lange, wie man braucht, um ein Foto des Tags zu machen.

Die Nachteile:

  • Noch ist die Datenmenge der verbreiteten Tags nicht ausreichend für wirklich interessante Inhalte. Das kann sich jedoch schnell ändern.
  • Die Tags sind nicht sehr ansehnlich, werden sie zu groß, so können sie sich negativ auf die Werbe-/Informationsfläche auswirken, sind sie zu klein, können sie nur wenig Information tragen. Eine Idee, die Tags attraktiver zu machen sind personalisierbare Tags, z.B. mit Bildlogo in der Mitte usw. (s. mobile-tagging)
  • Es muss eine Software auf dem Mobilgerät installiert sein, die Nutzbarkeit der Inhalte hängt stark von der Software ab.
  • Es existieren viele verschiedene Codes.
  • Der Zeitraum von Start des “Downloads” bis Nutzbarkeit des Inhalts wird in größerem Maße von der Software zur Dekodierung bestimmt. Bei größeren Inhalten und komplizierteren Codes kann das durchaus lange dauern. Bei entsprechend modernen “Computern 2.0″ dürfte das aber kein Problem sein.
  • Wie oben angedeutet: Die Tags müssen fotografiert werden und zwar so, dass die Software damit klar kommt. Bei wenig Licht, schlechter Kamera/Software oder deutlichem Tatterich kann das eine Frust produzierende Angelegenheit sein.
  • Mit RFID und NFC droht eine (Funk-) Technologie Konkurrenz, die einige der Probleme von Barcodes elegant löst und dieselben Vorteile besitzt.

Gerade der letzte Punkt ist eine spannende Frage, die sich auch in der Industrie zur Zeit stellt (z.B. bei der Auszeichnung von Waren usw.). Noch sind Barcodes weit verbreitet, auch weil sie noch deutlich günstiger sind. Doch RFID holt auf. Im mobilen Marketing findet NFC noch kaum statt. Doch auch das ist mit großer Wahrscheinlichkeit nur eine Frage der Zeit.

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Comments

  1. May 20th, 2007 | 14:04

    Hi,
    In Japan sind die QR Codes übrigens nur 1×1cm gross mit Text und URL und das bereits seit 2003. Ist also nur eine Frage der Zeit.

    Ausserdem in Japan gibts morgen Movie QR.
    Siehe:
    http://mobile.kaywa.com/qr-code-data-matrix/movie-qr-code-launch-date-may-21.html

    Betreffend NFC, RFID: Schwierig NFC in eine Zeitung mit 1 mio. Auflage zu drucken;)

  2. admin
    May 20th, 2007 | 18:10

    >Betreffend NFC, RFID: Schwierig NFC in eine Zeitung mit 1 mio. Auflage zu
    >drucken;)
    D’Accord, und vor allem noch viel zu teuer. Aber: Sollte es einmal möglich sein, weil die Preise dramatisch fallen und der Herstellungsprozeß entsprechend angepasst ist (z.B. winzige Aufkleber od. Einarbeitung ins Papier), so brauche ich mit NFC/RFID halt keine Kamera mehr. Einfach die Zeitung an das Mobiltelefon/PC halten und der Rest läuft von allein. Ob das jetzt erstrebenswert ist, sei dahingestellt ;)

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