Bluetooth Marketing Leitfaden - Download

Spontanes Lokalfunk-System

June 11th, 2007

In einem der ersten Posts habe ich eine mögliche Architektur eines lokalen Bluetooth-Informationssystems skizziert. Grundlage ist dabei eine mehr oder weniger dauerhafte Verbindung zwischen den Transmittern (WLAN/Bluetooth …) und einem zentralen Distributionsserver, der z.B. die zu versendenden Daten liefert und die Downloads zentral loggt.

Eine interessante Eigenschaft von Bluetooth ist nun aber, dass spontane Netzwerke möglich werden, d.h. es verbinden sich mehrere Kommunikationspartner spontan für einen begrenzten Zeitraum und meistens um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Im Gegensatz zu “klassischen” Netzwerken müssen sie wenig übereinander wissen, die Einzelheiten der Kommunikation (Protokoll, Geschwindigkeit, Authentifizierung,…) werden ad hoc durchgeführt. Die Herausforderung liegen dabei vor allem in der Sicherstellung von Dienstqualität, denn der Absender einer Nachricht weiß zunächst nicht mit Sicherheit, wann oder ob überhaupt die Nachricht den Empfänger erreicht und ob der überhaupt etwas damit anfangen kann.

Im Falle des zuvor skizzierten Bluetooth Informationssystems liessen sich zwei “Ausbaustufen” denken:

  1. Transmitter werden nicht direkt mit dem Distributionsserver verbunden, sondern verbinden sich spontan mit einem anderen Transmitter, der wiederum entweder mit dem Distributionsserver oder mit einem anderen Transmitter verbunden ist (in der Grafik: Server + Sender + Sender Gateway):

    Alle Kommunikationsteilnehmer implementieren eine Form von Routing und teilen das Wissen um bestimmte (asynchrone) Nachrichtentypen.

  2. In einem weiteren Schritt werden auch mobile Endgeräte mit einbezogen und können als autonome Transmitter agieren. Dafür würde eine spezielle Software auf den Endgeräten benötigt.

Der Vorteil eines Netzes wie unter 1. ist z.B. konkret im Kontext Bluetooth Marketing in der einfachen Bedienung und Flexibilität zu finden: Einzelne Transmitter in einem räumlich begrenzten Bereich (z.B. Messe, Konzertsaal) müssen nicht alle über Mobilfunk oder Ethernet mit dem zentralen Server verbunden werden. Dies spart Aufwände im Aufbau und Verbindungskosten. Außerdem erlaubt es den Dienst auch in Räumen anzubieten, die schwer oder gar nicht mit Kabeln zu versehen sind.

Ein anderer Anwendungsfall ist die Kombination von mobilen Transmittern (z.B. bei Promotionteams) und dem “fest” installierten System. Die mobilen Transmitter gleichen sich spontan mit vereinzelt angebrachten, “stationären” Transmittern ab.

Einen Entwurf für eine Anwendung wie unter 1. beschrieben biete ich hier unter dem Titel “Entwurf zur Kommunikation und Synchronisation in lokalen Funk -Informationssystemen: Distributed Local Network” an und würde mich über Feedback freuen, auch z.B. wenn jemandem bereits ein ähnliches System (produktiv oder im Entwurf) bekannt ist.

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