February 5th, 2010
Die Bluetooth SIG hatte sich auch aufgrund von Lizenzproblemen von UWB als zukünftiger, schneller Bluetooth-Technologie verabschieden müssen (s. z.B. heise im Okt. 09). Eine neues Anwendungsgebiet findet sich laut telepolis nun im militärischen Bereich, als eine Art mobiler Nacktscanner (Tialinx, Produkte der “Eagle”-Serie). Die Strahlung durchdringt dabei feste Materialien und es lassen sich versteckte, im Zweifel gefährliche Menschen und Gegenstände aufspüren:
Die Eagle-Systeme sollen es ermöglichen, durch alle möglichen Materialien von Beton über Ziegelsteine oder Holz bis hin zu trockener Erde hindurch sehen zu können. […] Mit Eagle5-M können sich bewegende Menschen hinter einer 20 cm dicken Betonmauer bis in eine Entfernung von mehr als 6 m mit einer Auflösung von wenigen Millimetern verfolgen lassen. Entdeckt werden können so auch Atembewegungen oder der Herzschlag von Menschen und Tieren, die sich ruhig verhalten.
Vielleicht ist es doch ganz gut, dass UWB nicht ins Mobiltelefon kommt ;)
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July 24th, 2007
Mit UWB (Ultrawideband) steht bereits der schnelle Nachfolger von Bluetooth in den Startlöchern. Mit dieser Technologie sollen bis zu rasanten 450 MBit/s über kabellosen Funk zu transportieren sein, also in etwa so schnell, wie über USB 2.0. Wie heute bei heise.de zu lesen war, sind aber auch schon erste Prototypen von Nahbereichsfunksendern, genannt Multi Gigabit Wireless, fertiggestellt, die selbst UWB alt aussehen lassen: 1,5 - 15 GBit/s je nach Größe des Sendechips, Leistung und Distanz (zw. 1-10m).
Ein Beispiel: mit 15 GBit/s ist eine 4GB DVD innerhalb von knapp 2 sek. übertragen.
Die kleinste Ausbaustufe mit 1,5 GBit verbraucht dabei nur 37mW auf einer Fläche von 3mm2.
Zum Vergleich: das aktuelle Bluetooth Version 2.0+EDR sendet ca. 3MBit/s bei 0,1mW Leistung in einem Class 3 Dongle. Es ist damit um den Faktor 500 langsamer aber nur um den Faktor 37 sparsamer. Die Effizienz ist also deutlich größer.
Multi Gigabit Wireless wird vom Georgia Electronic Design Center (GEDC) des Georgia Institute of Technology entwickelt. Es baut auf dem WPAN Standard 802.15.3c der IEEE auf. Die Sendefrequenz liegt bei 60 GHz, einem in den USA lizenzfrei nutzbarem Bereich.
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June 21st, 2007
Über den Artikel “Augsburger M-Payment-Forschung beim Los Angeles Global Mobility Roundtable” (18.6.07, innovations-report.de) bin ich auf das interessante europäische Forschungsprojekt Semops aufmerksam geworden. Von deutscher Seite ist die Universität Augsburg mit der Arbeitsgruppe Mobile Commerce (wi-mobile.de) dabei.
Im Artikel wird der sich verringernde technologische Vorsprung im Bereich M-Payment gegenüber den USA beklagt, der nun nur noch 1 Jahr betrage. Einen Grund sieht Dr. Key Pousttchi von wi-mobile in der zögerlichen Haltung der Banken:
“Wir haben die Modelle von 2005 inzwischen wesentlich weiterentwickelt und sind optimistisch, dass sinnvolle Lösungen möglich sind. Was der deutsche Markt dazu braucht, ist eine Bank, die sich mit einem wirklich guten Konzept aus der Deckung wagt.” Hinter den Kulissen, meint Pousttchi, gebe es dabei durchaus spannende Bewegungen, aber den letzten Schritt wage dann bisher doch niemand.
Nun, ich denke, das ist kein so ungewöhnliches Verhalten für Banken.
Semops macht auf den ersten Blick den Eindruck, ein umfassendes Konzept für mobile Payment zu entwickeln. Dazu gehören auch tragbare Geschäftsmodelle.
Technologisch geht der Fokus von Mobile Payment, -Commerce, Mobile to Mobile, PoS-Payment bis hin zu Internet Payment.
Ein Beispiel ist das technologische Konzept für PoS Payment:
- Ein Kassierer in einem Ladengeschäft sendet die Transaktionsdaten an einen PoS Terminal.
- Der Kunde startet eine Payment Anwendung auf dem Telefon, per Bluetooth oder Infrarot werden Transaktionsdaten zwischen PoS Terminal und Telefon ausgetauscht
- Der Kunde überprüft die Daten, gibt die PIN ein und über SMS/WAP werden die Daten an eine Bank gesendet
- Die Bank führt die Transaktion durch und benachrichtigt das PoS Terminal im Laden, der Kauf ist durchgeführt.

(Bild- und Textquelle:
Semops Pos-Demo)
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