Bluetooth Marketing Einkaufstipps
May 27th, 2007Erwägen Sie in Zukunft den Einsatz von Bluetooth Marketing? Das ist gut und fortschrittlich und kann sich sogar lohnen, falls einige Dinge im Vorfeld mit dem Dienstleister abgesprochen und ggf. dessen AGB geprüft wurden. Dazu einige Tipps:
- Lesen Sie das Bluetooth Manifest und fragen Sie den Dienstleister nach den einzelnen Punkten
- Insbesondere lohnt eine Bluetooth Kampagne nur dann, wenn ein Blueprinting vorhanden ist, wobei min. 150-200 der vor Ort gebräuchlichen mobilen Endgeräte erkannt werden sollten. Dies sollte der Dienstleister schriftlich garantieren. Ansonsten werden die Inhalte oft nicht korrekt auf dem Endgerät dargestellt. Wichtig ist auch das Land: in den USA sind z.T. völlig andere Geräte im Umlauf als in Europa …
- Sie sollten sich rechtlich insofern abzusichern versuchen, als dass der Dienstleister für die Rechtmäßigkeit der Kommunikationsform im Veranstaltungsland haftet (AGB!). Für Content-Push ist die Rechtslage nämlich noch nicht eindeutig geklärt. Für die Inhalte haftet natürlich der Hersteller/Anbieter.
- Rechnen Sie mit durchschnittlich 100 erfolgreichen Downloads pro Tag und Bluetooth Hotspot (Transmitter), falls Sie einen sehr guten Inhalt verteilen und deutlich auf diesen Service hinweisen. Unseriöse Anbieter können an gigantischen Versprechungen in dieser Hinsicht erkennbar sein. Mehrere Hotspots auf einem Punkt erhöhen meistens die Downloads nicht sonderlich.
- Beachten Sie alle Neben- und Folgekosten:
- Vermietungskosten sind klar, Vermietungsdauer beachten.
- Portokosten: können nicht unerheblich sein, gerade bei kurzen Events und Anbietern aus dem Ausland. Klären Sie früh, wer wann wohin (Messe!) die Geräte versendet und abholt!
- Setup-Gebühren: Einmal Kosten für Einrichtung usw.
- Wichtig: Bearbeitungskosten für zu versendende Inhalte! Meistens ist es notwendig, dass für einen zu versendenden Inhalt mehrere Varianten vom Kunden angeliefert werden müssen. So muss ein Bild z.B. in verschiedenen Auflösungen und Farbtiefen vorliegen (passend für die verschiedenen Endgeräte). Es reicht also nicht ein Bild sondern es sind eher 15-20 Bilder pro Inhalt. Liegt ein Inhalt nicht in allen oder nicht in der korrekten Form vor, so wird die Bearbeitung oft vom Bluetooth Marketing Dienstleister durchgeführt, was zu nicht unerheblichen Kosten relativ zum Vermietungspreis führen kann. Dieser Themenkomplex sollte im Vorfeld und früh genug mit dem Dienstleister genau geklärt und eventuell eine Pauschale für Inhaltsbearbeitung festgelegt werden.
- Zertifikate: Werden Programme (z.B. Spiele, “Informationsbroschüren” als Java Anwendung) so ist in jedem Fall ein Software-Zertifikat zu empfehlen. Klären Sie die Kosten und Details für die Zertifizierung. Hat der Dienstleister schon mal sein Zertifikat für einen anderen Kunden eingesetzt, so sollten die Kosten geringer sein.
- “Klassisches” Point-of-Sale Marketing: Denken Sie daran, dass Bluetooth unsichtbar ist, d.h. Ihre Aktion muss vor Ort deutlich durch Plakate, Leuchtsäulen usw. angekündigt und erklärt werden. Auf Messen haben sich (geschulte) Promotion Teams bewährt, die auch mal eine Frage eines Nutzers beantworten können. Beachten Sie die Kosten und Fristen für Plakatdruck, Einweisung der Promotion Teams usw.
- Achten Sie auf eine gewisse Verhältnismässigkeit der Preise zu den Herstellungskosten, dazu die beiden Anhaltspunkte (siehe auch diesen Post):
- Ein Bluetooth Hotspot kostet im Einkauf ca. 400-800€.
- Eine Leuchtsäule, wie hier beschrieben, kostet ca. 350,- €











