Bluetooth Marketing Leitfaden - Download

Highspeed Bluetooth, Vol. 2

May 28th, 2007

Der Artikel von Ralf Trautmann vom 27.05. “High-Speed-Bluetooth über WLAN? Standard könnte führende Inhouse-Übertragungs-Technik werden” erläutert ein wenig mehr den möglichen Anwendungskontext und die technische Realisierbarkeit von Bluetooth über WLAN (HS-Bluetooth).

Denn Bluetooth hat gute Chancen, sind zu einer führenden Inhouse-Übertragungstechnologie zwischen verschiedenen Geräten auch abseits der Nutzung auf Handys zu entwickeln (zum Beispiel für Digitalkameras, Fernsehen, MP3-Player und andere elektronische Geräte), da es gegenüber seinen Konkurrenten einige Vorzüge hat: So ermöglicht die Technik mittels “Kopplung” den schnellen und unkomplizierten Aufbau von Verbindungen zwischen verschiedenen Geräten, hier muss nicht wie bei WLAN erst ein Netzwerk mit IP-Adressen und Netzwerkschlüssel konfiguriert werden. Zudem gilt das Bluetooth-Verfahren als energiesparend und unter anderem dank möglicher 128-Bit-Verschlüsselung als sehr sicher. Darüber hinaus ist der Grad der Etablierung bei den Endgeräte-Herstellern hoch.

Bluetooth kilometerweit

May 27th, 2007


Nun ja, zumindest deutlich weiter als normal und zielgerichtet kann man kommen, mit ein bisschen Bastelarbeit und handelsüblichen Materialien, die trifinite.org Gruppe zeigt wie man eine spezielle Antenne für 2.4 GHz anschliesst.

Ergänzung:
Mit einer solchen Konfiguration (Laptop+Dongle+Antenne und ein nicht modifiziertes Nokia 6310i) konnte bei einem Test in 2004 durch trifinite.org ein 1,75 km entferntes Mobiltelefon kontaktiert werden. Und das wohlgemerkt, obwohl dieses Mobiltelefon laut Spezifikation max. 10m weit über Bluetooth funken können sollte.

(Bildquelle: trifinite.org)

TV Download

May 23rd, 2007

Mediabiz meldet, dass arvato, ein Hersteller von Mobiltelefon Inhalten jeder Art nun an das Blucom System des Satellitenbetreibers Astra angebunden werden soll.
Das Blucom System verbindet TV mit lokalem und mobilem Funk:

“Blucom interactiv” ist eine Eigenentwicklung von APS, einem Tochterunternehmen des Satellitendienstleisters Astra, die die Dialogfähigkeit des Handys mit der Fernsehnutzung kombiniert. Bei der Neuentwicklung sendet der Programmanbieter zusätzlich zu Bild und Ton weitere Daten via Satellit an eine Set-top-Box. Die Box filtert die Zusatzdaten aus dem Signal heraus und sendet sie via Bluetooth an ein Mobiltelefon, während die Bild- und Tonsignale wie bisher an das TV-Gerät gehen. Über das Handydisplay können dann Zusatzfunktionen wie Wetten, Textinfos und Online-Bestellung aufgerufen werden, die Interaktion erfolgt über SMS.

(s. Mediabiz, 01.09.05)

Neben Klingeltönen und Dating SMS wären da sicher auch richtig schöne Sachen möglich.

Bluetooth - only attitude counts

May 22nd, 2007

Wie heute bei heise (”Des Bluetooth neue WLAN-Basis”) oder auch connect gemeldet wird, hat die Bluetooth SIG Pläne vorgestellt, wie Bluetooth und WLAN (IEEE 802.11) in einem zukünftigen Bluetooth Standard zusammenkommen sollen.

Arbeitstitel: HS-Bluetooth, ich spekuliere gewagt, HS steht für Highspeed.

Mit UWB (Ultrawide Band) steht aber schon ein weiterer Hochgeschwindigkeits Nachfolger für Bluetooth vollständig bereit. UWB soll mit bis zu 480 MBit/s funken und wäre damit respektable 240 mal schneller als Bluetooth 2.0.

Zwei Dinge finde ich daran besonders interessant:

  1. Die Bluetooth SIG schafft es augenscheinlich mit ihrer Arbeit und Konzepten, andere Standardisierungsorganisationen zur Zusammenarbeit zu bewegen, erst die WiMedia Alliance (UWB), nun anscheinend die IEEE. Das ist nicht die Regel.
  2. Das Konzept der Bluetooth Profile hat sich als sehr sinnvolles, modulares und modernes Konstrukt erwiesen. Es ist anwendungszentriert und abstrahiert von den Protokollen und der Übertragungstechnik. Deshalb ist es möglich, dass man von Bluetooth über UWB oder bald vielleicht Bluetooth über WLAN sprechen kann.

Im nächsten Schritt könnte noch das komplementäre NFC mit Bluetooth verknüpft werden (schneller Verbindungsaufbau, sicheres, schnelles Pairing). Es wird irgendwann zwar die Funktechnik Bluetooth (1.x-2.x) langsam auslaufen, aber die Einstellung, wie Lokalfunk-Kommunikation gesteuert und angewendet wird, könnte dann sehr stark durch Bluetooth-Konzepte geprägt sein. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass dann Anwendungen interoperabel, günstiger und schneller entwickelt werden können.

Bluetooth Programmierung unter Linux

May 21st, 2007

Dank der BlueZ Bluetooth Stack Implementierung und einigen nützlichen Kommandozeilentools steht der Entwicklung von Bluetooth Anwendungen kaum etwas im Wege.

Folgende Links fand ich dabei besonders nützlich:

Für die Programmierung bieten sich unter C++ die BlueZ Libraries an, aber auch mit Skriptsprachen lässt sich einiges machen.
Für Perl möchte ich hier eine kleine, einfache Routinensammlung namens BTAccess.pm unter der GPL veröffentlichen. Notwendig für die Ausführung ist natürlich Perl, BlueZ und die Tools hcitool, sdptool und obexftp, ich nutze Suse 10, Kernel 2.6.

(Bildquelle: howto.pilot-link.org)

Einstieg in die Java Bluetooth API - Benhui

May 17th, 2007

Eine weitere, sehr feine Sache, gerade wenn man beginnt, sich mit Bluetooth Programmierung auf Mobiltelefonen zu beschäftigen ist der BT-Browser auf Benhui.net.

Diesen Code ausprobieren und nachvollziehen, dann weiss man alles Wichtige.

Eine andere gute Idee wäre die Benhui.net Bluetooth Datenbank, die für Bluetooth-Mobiltelefone die Ergebnisse der Service Discovery bereitstellen soll. Leider ist der Zugriff seit langer Zeit nicht möglich.

Social Networking über Bluetooth - aki-aki

May 14th, 2007

Wie heute Chip meldet, soll ab Mitte Mai nicht der erste, aber wie es aussieht, mit aki-aki der sympathischste Social Networking Dienst in die öffentliche Betatestphase gehen. Im Blog von aki-aki kann man den Entwicklern ein wenig über die Schultern sehen.





Das Prinzip: Über eine Anwendung auf einem JSR82-fähigen (Java Bluetooth API) Mobiltelefon werden automatisch bei dem aki-aki Dienst angemeldete Nutzer, die sich auch mit ihrem Bluetoothtelefon in der Nähe befinden, erkannt und ggf. mit Foto und einigen Daten angezeigt. So kommt man ins Gespräch oder eben lieber nicht.

Das Ganze soll kostenlos sein.
Na dann, bin gespannt.

(Bildquelle: aki-aki Blog)

Embedded PC Vol. 3 - Bluegiga WRAP

May 12th, 2007


Bluegiga ist ein finnisches Unternehmen spezialisiert auf Bluetooth Module. Mit dem Bluetooth Access Point Bluegiga WRAP Server, in Verbindung mit dem Software Development Kit und dem Bluetooth Solution Manager als Lösung für einen Distributionsserver kann ein komplettes Bluetooth Marketing System aufgebaut werden:



Der eigentliche Bluetooth Transmitter ist der Wrap Server (s. erstes Bild). Die Daten dazu sind (lt. Hersteller, Stand 14.05.2007):

  • Enables Bluetooth networking between multiple devices and networks
  • Serves up to 21 simultaneous Bluetooth connections with latest Bluetooth 2.0+EDR standard (3Mbps)
  • Supports all key communication standards:
    - Bluetooth Class 1 - 2
    - Ethernet (100Mbps)
    - Wi-Fi, GSMGPRS via external CF card
    - USB, RS232 and GPIO
  • On Board 32 MB RAM + 32MB Flash
  • Offers an open platform for adding local applications (SDK available)
  • Incorporates packet filtering firewall
  • All relevant Bluetooth profiles and APIs supported
  • +200 meter Bluetooth range / Software configurable to support 10 meter range only
  • DHCP Support for plug-and-play installation
  • Available with integrated and external antenna versions
  • Network Management System Available (BSM)
  • Uncompromised security: SSL, SSH, Firewall and 128 bit Bluetooth encryption
  • Extendable flash memory via USB or CF interface
  • Bluetooth 1.1, 1.2 and 2.0+EDR compatible
  • Bluetooth, CE, FCC and IC certified
  • Several add-on accessories available: Mounting acceossory, Battery Pack, Outdoor Installation Kit

Die Größe ist mit 130*80*35 mm noch im grünen Bereich.

Ich hatte vor einem Jahr mal ein Gerät im Test (ohne SDK und dem Solution Manager), gut gefallen hat mir:

  • Verlässlichkeit und Funktionsumfang
  • Einfache, schnelle Programmierbarkeit über Shell-Kommandos (Versenden eines Inhalts über OBEX mit einem Befehl & Parametern)
  • Erweiterbarkeit des Wrap Servers
  • Allgemein: Kommunikation mit dem Unternehmen
  • Sind selbst Hersteller der Bluetooth Module und entsprechend die besten Experten.

Unter Umständen sind einige Punkte problematisch (je nach Anwendungsfall):

  • Das Gerät hat vorne eine Öffnung und ist nicht gegen Staub+Nässe geschützt
  • Temperaturbereich: 0..55 Grad C
  • Es sind im Normalfall max. 3 Bluetooth Module pro AccessPoint möglich
  • Grundsätzlich bindet man sich stark an ein Unternehmen und dessen Software.

In Deutschland wird Bluegiga z.B. von Hy-Line vertrieben. Bei semiconductorstore.com (Kalifornien) kostet ein Bluegiga WRAP Server mit einem Bluetooth Modul $556,- und das SDK $640,-.

(Quellen: Webseite Bluegiga.com und die PDFs Bluegiga WRAP und Bluegiga BSM)

Bluetooth API in Series 40 5th.

May 8th, 2007

Wieder bei golem.de steht heute die Meldung, dass Nokia für Juni diesen Jahres eine neue Entwicklungsumgebung für die Series 40 5th. Edition herausbringen will. Nokia Series 40 Geräte laufen auf dem Nokia eigenen Betriebssystem, stellen die größte Anzahl innerhalb der Baureihen (Series 60,80,90 usw.) und darunter fallen praktisch alle “günstigeren” Telefone. Interessant ist, dass nun endlich auch die Bluetooth Java API (JSR82) in die Series 40 Einzug halten soll. Dies passiert im Rahmen des Spezifierungsprozeßes JSR248, Meldung dazu bei areamobile.de, der auch eine Kapselung von bisher eigenständigen J2ME APIs bringt, d.h. man sollte davon ausgehen, dass JSR 248 spezifizierte Geräte folgende APIs unterstützen (Liste zit. bei areamobile.de):

  • JSR-184 (Mobile 3D Graphics API) in Version 1.1
  • JSR-179 (Location API) für lokalisierte Dienste
  • JSR-177 (SATSA) für Sicherheitsfunktionen und Zertifikatsverwaltung
  • JSR-180 (SIP API) fürs Session Initiated Protocol, das beispielsweise VoIP-Anwendungen ermöglicht
  • JSR-211 (Content Handler API) für die Verwaltung von Applikationen, mit denen sich bestimmte MIME-Typen öffnen lassen
  • JSR-226 (Scalable 2D Vector Graphics) für die Darstellung von SVGtiny-Inhalten
  • JSR-229 (Payment API)
  • JSR-238 (Internationalization API) für die Lokalisierung von Java-Applikationen
  • JSR-205 (Messaging)
  • JSR-172 (Web Services)
  • JSR-135 (Mobile Media)
  • JSR-82 (Bluetooth)
  • JSR-75 (File&PIM)

Das wäre ein wichtiger Schritt für die Entwicklung von Lokalfunk- / Location Based Services Anwendungen auch auf Einsteigergeräten.
Ohne jetzt auf die Einzelheiten einzugehen, erst mit JSR-82 (Bluetooth) ist anwendungsbasierte Bluetooth-Kommunikation möglich,
hinzukommen die File API (JST-75), die praktischerweise z.B. das Speichern von über Bluetooth geladenen Inhalten erlaubt und Content Handler die die dann auch anzeigen lassen können. Dies dann plattformübergreifend, mit einer funktionierenden Location API (Auswertung von GPS-Daten / Funkzellenortung), sinnvollen WebServices und Payment kombiniert ist eine spannende Basis für echte Pull-Informationsdienste mit massenweise OptIns / OptOuts und Sicherheitsmechanismen.
Nimmt man dazu noch sinkende Verbindungspreise und GPS könnten Location Based Services bald wirklich interessant werden. Nun ja, falls den Mobilfunknetzbetreibern nicht noch was “Nettes” einfällt.

Desensibilisierung

May 7th, 2007

Ende letzten Jahres erschien auf heise Security ein Artikel von Marko Rogge mit dem Titel “Bluetooth als Einfallstor - Wie Bluetooth-Marketing Anwender für mobile Viren desensibilisiert”. Er beschreibt recht anschaulich eine einfache, billige und dabei sehr “erfolgversprechende” Form eines Angriffs auf Bluetooth Mobiltelefone, die durch Bluetooth Marketing Systeme verschärft wird. Der Grundgedanke ist: Firma A bietet über einen Bluetooth-Transmitter auf einem Event Handy-Games zum freien Herunterladen an. Hacker B steht ein paar Meter weiter mit seinem Laptop+Dongle und bietet unter dem Namen v. Firma A lustig Virenprogramme an, die genauso heißen, wie das Spiel. Wer unter den jungen Schnäppchenjägern und umworbenen Konsumenten passt jetzt genau auf, ob ein eventuelles Zertifikat wirklich von Firma A kommt? Nun, lt. heise Test sehen es 40% anscheinend nicht ganz so genau. Und dann könnte ein Virus auf dem Mobilgerät landen. Das Szenario erinnert ein wenig an E-Mail Nachrichten mit dem Subject “Delivery Status notification”, “Ihre Telekom Rechnung” usw. Erschwerend kommt hinzu, das sich viele Viren am liebsten über Bluetooth weiterversenden. Wo sind viele Leute mit offener Bluetooth-Schnittstelle zu finden? Genau, direkt neben Dir an der Bluetooth Leuchtsäule oder am funkenden Plakat.

Die Hersteller sollten also grundsätzlich zu versendende Programme mit einem Zertifikat versehen und dessen Bedeutung klar am Ort des Geschehens deutlich machen. Am besten wäre, grundsätzlich auf den Versand von Programmen (jar/sis usw.) zu verzichten und vor Installationen zu warnen. Eine andere Alternative ist es, die Bluetooth Kommunikation mit dem Marketing System nur über eine eigene, auf dem Mobiltelefon aus sicherer Quelle installierte Anwendung zu erlauben (s. z.B. BlipExplorer der Fa. Blipsystems, Nokia Coolzone, die anscheinend aber nicht mehr entwickelt wird, oder das Produkt Jellingspot).