Bluetooth Marketing in der Außenwerbung
February 28th, 2008Ein bisschen was ist doch noch passiert, so hat der Außenwerber Ströer am 21.02.2008 angekündigt, sein Bluetooth Marketing Netz von derzeit ca. 30 Standorten ab April auf 300 Standorte in ganz Deutschland auszubauen (Quelle: Ströer Pressemeldung). Es scheint also, dass die bisherigen Erfahrungen mit dem Medium entsprechend vielversprechend waren. Ströer nutzt für seine Bluetooth Poster Technologie von Bluecell Networks.
Was tut die Konkurrenz?
Von JCDecaux ist weniger zu sehen, außer dass sie an der großen Mars Bluetooth Marketing Aktion beteiligt waren. Augenscheinlich installiert JCDecaux die Technologie nur auf Anfrage.
Die Wall AG wiederum ist ebenfalls mit einem eigenen Netz (= fest installierten Sendern) am Markt präsent und besitzt laut aktueller Preisliste zur Zeit 169 Bluetooth Sender in City-Light Postern. Preislich attackiert Wall mit 25,- Eur / Tag / Sender gegenüber den (noch) aktuellen 50,- Eur / Tag / Sender lt. akt. Ströer Preisliste. Beim Vergleich der Preise gilt es jeweils die in den Preislisten angebenen Bedingungen zu beachten.
Es wird interessant zu beobachten sein, wie in der Zukunft mehrer Bluetooth Marketing Aktionen gleichzeitig, über mehrere hundert Sender angenommen werden. Hier entstehen mittlerweile langsam Netze, die eine kritische Marke übersteigen und die eine ganz eigene Dynamik, aber auch höhere Anforderungen an die Technologie und den Datenschutz stellen. So sollte z.B. sichergestellt sein, dass innerhalb einer Stadt ein Nutzer nicht mehrere Male denselben Inhalt von verschiedenen Säulen erhält ( = Spam ). Mit wachsender Anzahl der Sender steigt die Wahrscheinlichkeit hierfür schnell an, falls nicht entsprechend alle Sender miteinander vernetzt sind und sich ständig untereinander über erfolgreiche Downloads unterrichten.
Eine weitere Frage ist, wie gut Senderhardware extreme Temperaturen verkraftet. In City-Light Postern, die direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, kann es auch schon mal > 70 Grad Celsius heiß werden. Ob sich dann der Klingelton noch zum Mobiltelefon quälen mag?



