July 28th, 2007
Der zweite Teil der Interviewreihe mit Akteuren des Bluetooth Marketings ist online - vielen Dank an Jörg Rudroff von BlooZone©.
Einige Auszüge:
“Sehr hohes Potential […]”
“Der Erfolg einer BT-Kampagne steht und fällt mit den Promotionmaßnahmen […]”
“Wir sind von der Idee der ‘Kostenfreiheit’ grundlegend überzeugt […]”
Das vollständige Interview ist hier zu lesen: Bluetooth Marketing im Einsatz - Jörg Rudroff.
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July 24th, 2007
Mit UWB (Ultrawideband) steht bereits der schnelle Nachfolger von Bluetooth in den Startlöchern. Mit dieser Technologie sollen bis zu rasanten 450 MBit/s über kabellosen Funk zu transportieren sein, also in etwa so schnell, wie über USB 2.0. Wie heute bei heise.de zu lesen war, sind aber auch schon erste Prototypen von Nahbereichsfunksendern, genannt Multi Gigabit Wireless, fertiggestellt, die selbst UWB alt aussehen lassen: 1,5 - 15 GBit/s je nach Größe des Sendechips, Leistung und Distanz (zw. 1-10m).
Ein Beispiel: mit 15 GBit/s ist eine 4GB DVD innerhalb von knapp 2 sek. übertragen.
Die kleinste Ausbaustufe mit 1,5 GBit verbraucht dabei nur 37mW auf einer Fläche von 3mm2.
Zum Vergleich: das aktuelle Bluetooth Version 2.0+EDR sendet ca. 3MBit/s bei 0,1mW Leistung in einem Class 3 Dongle. Es ist damit um den Faktor 500 langsamer aber nur um den Faktor 37 sparsamer. Die Effizienz ist also deutlich größer.
Multi Gigabit Wireless wird vom Georgia Electronic Design Center (GEDC) des Georgia Institute of Technology entwickelt. Es baut auf dem WPAN Standard 802.15.3c der IEEE auf. Die Sendefrequenz liegt bei 60 GHz, einem in den USA lizenzfrei nutzbarem Bereich.
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July 22nd, 2007
Der RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) besitzt bereits ein mit 5000 Nutzern erfolgreiches mobiles Ticketing System für den öffentlichen Nahverkehr. Es basiert auf einer Java-Applikation. Wie am 18.7.2007 gemeldet (via Mobile Zeitgeist), startet ab sofort eine Testphase mit einer Erweiterung des Systems um passive NFC-Tags (”ConTag”), derer 600 Stück an insgesamt 59 Haltestellen installiert werden sollen. Der Vorteil der NFC Lösung ist ein vereinfachter Ablauf der Transaktion:
Im Vergleich zur bisher in Frankfurt im Einsatz befindlichen RMV-HandyTicket-Lösung verringert sich durch die Nutzung der NFC-Technologie die Anzahl der Schritte beim Ticketkauf von zirka neun auf drei:
1. Berühren des ConTags an der Haltestelle mit dem NFC-Handy
2. Auswahl der Ticketart und des Zieltarifgebiets
3. Bestätigung des Ticketkaufes
Durch das Berühren des ConTags wird das auf dem Handy installierte Ticketing-Programm automatisch geöffnet und die Starthaltestelle automatisch eingetragen.
Selbstverständlich ist der Ticketkauf auch möglich, wenn kein ConTag vorhanden ist. Dazu kann wie bisher manuell die Starthaltestelle sowie das Zieltarifgebiet ausgewählt werden.
Darüber hinaus ist am ConTag auch der Abruf des aktuellen Haltestellenfahrplanes für die jeweilige Haltestelle möglich.
(Text-/Bildquelle: RMV)
Die ConTags sind im Prinzip wettergeschützte, passive NFC-Tags, die keinerlei Stromversorgung benötigen und die Signatur der Haltestelle enthalten, die vom NFC-Mobiltelefon ausgewertet wird.
Beteiligt sind an dem Projekt:
Die Anwendung wurde vom RMV gemeinsam mit Nokia und T-Systems
entwickelt und wird nun in der Mainmetropole in Kooperation mit der
Verkehrsgesellschaft Frankfurt, von traffiQ Frankfurt sowie der Ströer
Deutsche Städte Medien GmbH umgesetzt.
Der “Betatest” läuft, wer als Tester angenommen wird, erhält immerhin kostenfrei und ohne Vertrag ein Nokia 6131NFC, denn ohne NFC-Telefon kann man schließlich nichts testen.
Mehr Infos zum Thema finden sich auf den erfreulich informativen Seiten des RMV.
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July 21st, 2007
Ströer konnte offensichtlich Senator Film für eine Bluetooth Marketing Kampagne des aktuellen Tarantino Films “Death Proof” gewinnen:
Handys mit Bluetooth®-Schnittstelle können innerhalb weniger Minuten über sogenannte “beamzones®” das Handy Wallpaper, den TV Spot und auch den Trailer des neuen Tarantino Films downloaden.
Die Bluetooth Transmitter (beamzones ist ein Produkt von Blue Cell Networks) sind an 39 Standorten in beleuchteten Werbeplakaten (CLPs) untergebracht. Die Aktion geht vom 16-23.7.2007.
Laut der Ströer Preistabelle müsste diese Aktion Senator min. 15900,- Eur gekostet haben (8 Tage * 50,- * 39 Standorte + 300,- Pauschale). Angesichts der Tatsache, dass Bluetooth Kampagnen buchbar sind …
im Rahmen von Out-of-Home-Kampagnen mit einem Ströer Volumen > 100.000 Euro.
… relativiert sich der Preis wieder ein wenig. Da kein Gutschein o.ä. versendet wird, wird der Erfolg der Kampagne schwer messbar sein. Gut ist, dass mit Trailern ein potentiell interessanter und wertiger Inhalt transportiert wird.
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July 16th, 2007
Nun, wohl eher nicht, aber natürlich steht das mal wieder im Raum, regelmässig und regelmässig unsinnig, am 15.7.07 zum Beispiel in der
Online-Welt:
Über drahtlose Schnittstellen wie Bluetooth oder W-Lan können Polizei-Experten Handys von Verdächtigen umprogrammieren. Auch Trojaner werden mit Klingeltönen eingeschleust.
Also Vorsicht bei folgender Meldung, auch wenn man den Klingelton unbedingt haben will (”lalülala”):

Klar, bei einigen deutlich älteren Modellen oder nicht gepairten Freisprecheinrichtungen ist auch eine missbräuchliche Nutzung per Bluetooth möglich, sehr viel wahrscheinlicher ist aber einfach die Einschleusung eines Trojaners per SMS-Attacke gemeint (s.
Bericht bei gulli).
Per SMS macht hier auch mehr Sinn. Es wäre schon lustig zu beobachten, wie die Polizei in 10m Abstand einem Mafiosi einen Klingelton mit Trojaner andrehen will.
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July 16th, 2007
In seinem Blog kritisiert Michael Foley, Vorsitzender der Bluetooth SIG, das Fehlen des A2DP (Advanced Audio Distribution Profile). Dieses Profil ist zuständig für die Übertragung von Hifi-Stereo Audio Daten zu Bluetooth Kopfhörern, -Headsets, -Boxen usw. Ein Kommentator des Artikels ergänzt, dass wohl auch OBEX (einfaches Senden/Empfangen von Dateien) und HID (Keyboard etc.) fehlen.
Schade, dass Apple hier seine Konsumenten feindliche Politik fortsetzt, Standards gar nicht oder nur unvollständig zu unterstützen, das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil das iPhone ja ansonsten sehr gelungen scheint. M. Foley vermutet, das Apple wohl ein eigenes Format für seine eigenen kabellosen Produkte lancieren will:
Apple may be under the impression that they can create an entire ecosystem of wireless peripherals for the iPhone and iPod in which they control by licensing the proprietary interface into the devices. (This approach is similar to what Microsoft did with the Xbox 360, but exactly opposite what Sony did with the PS3.)
Nun, gut aussehen werden sie wohl wenigstens.
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July 16th, 2007
Heike von Mobile Zeitgeist hatte die Idee für einen Blog Karneval rund um mobile ITK-Themen und eröffnete gestern gleich die erste Runde. Die Vorgehensweise ist etwas unterschiedlich zu den bisher bekannten Formen, wie auf der Homepage des Karnevals mobiblogpara.de erläutert wird:
Der Karneval oder die Parade, hier bei uns die Prunksitzung, wird jedes Mal von einem anderen Blogger gehostet, d.h. er findet immer auf anderen Webseiten statt. So hat jeder Autor regelmässig die Möglichkeit, Leser und Links auf sein Blog zu holen.
Alle zwei Wochen wird ein Autor die aus seiner ganz persönlichen und damit subjektiven Sicht besten fünf Beiträge zusammenstellen, kurz zusammen fassen und natürlich zum jeweiligen Ursprung verlinken. Dann wird noch der absolute Spitzenreiter aus diesen fünf Beiträgen durch den hostenden Blogger gekürt.
Gesucht werden auch weitere Mitstreiter:
Mitmachen kann jeder Autor. Man muss nicht unbedingt Blogger sein. Ausschlaggebend ist die Auseinandersetzung mit mobilen ITK-Themen. Ob dies technisch, kaufmännisch, strategisch, spielerisch oder irgendwie anders geschieht, möchten wir bewusst offen lassen, um unseren Lesern ein möglichst breites Spektrum anzubieten.
Wie ich finde, eine sehr gute Sache, um interessante Beiträge zu finden und neue Blogs und Ansichten kennen zu lernen. Zudem freue ich mich besonders, dass in der ersten Prunksitzung ein Beitrag von lokalfunk.net mit dabei ist!
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July 11th, 2007
Um mehr über den konkreten Einsatz von Bluetooth Marketing und Pläne für die Zukunft zu erfahren, habe ich an verschiedene Unternehmen der Branche E-Mail Interviews versendet. Der Fragebogen ist relativ umfangreich und umfasst Fragen zur Nutzerakzeptanz, Spamproblematik, Geschäftsmodelle und Technologie.
Ich freue mich heute den Anfang machen zu können mit Ingo Lippert, dem CEO der MindMatics AG, der kurzfristig für ein Telefoninterview zur Verfügung stand.
Daraus einige Auszüge:
“Wir sehen da ein großes Potential […] die Werbetreibenden greifen […] zunehmend auf dieses Medium zurück.”
“ein Drittel bis ca. die Hälfte der Kunden, bei denen ein Ping erfolgreich auf dem Handy gelandet ist [sagt dann auch]: ich akzeptiere!”
“Java-Applikationen und Videos, das sind die Hauptanwendungsgebiete.”
Das vollständige Interview ist hier zu lesen: Bluetooth Marketing im Einsatz: Ingo Lippert.
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July 10th, 2007
Wie golem meldet, sollen mit dem von aircable vorgestellten Bluetooth Sender Host XR sehr große Distanzen überbrückbar sein:
Das “AIRcable Host XR” ist mit einer Omni-direktionalen Antenne (9 dB(i)) ausgestattet und soll 2 km weit reichen. Eine mit 18 dB(i) verstärkende Antenne soll Distanzen von bis zu 10 Kilometern überbrücken können. Mit einer Patch-Antenne, deren Aufbau allerdings wegen der notwendigen Präzision von Fachpersonal durchgeführt werden muss, sollen auch Distanzen von 30 km zu erreichen sein.
Kostenpunkt für die kleinste Variante: 130$.
Mich würde interessieren, ob das lizenzrechtlich in Deutschland zulässig ist. Ansonsten bleibt natürlich der günstige Antenneneigenbau vom Hobby Fachpersonal.
(Bildquelle: golem.de)
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July 5th, 2007
Einige Ergänzungen zu meinem vorherigen Bericht über aka-aki:
- Die Beta Testphase hat offensichtlich begonnen, allerdings ist es ein geschlossener oder kontrollierter Test, man benötigt eine Einladung.
- Ein launiges Interview von zwei aka-aki Machern findet sich beim Elektrischen Reporter, dort wird das Konzept genauer erklärt (Danke für den Tipp, André!).
- Das Ganze funktioniert anders, als ich damals gedacht hatte. Die Grundidee ist: Eine Java Anwendung auf dem Telefon scannt die Umgebung nach Bluetooth Geräten und merkt sich die Bluetooth Adresse (die ist potentiell eindeutig, ähnlich der MAC-Adresse der Netzwerkkarte). Dann wird über Mobilfunk Kontakt zum aka-aki Server aufgenommen, der wiederum eventuell gespeicherte Profildaten zu den entsprechenden Bluetooth Adressen zurücksendet. Diese können dann hübsch auf dem Telefon angezeigt werden.
Ich finde das ist ein durchaus interessanter Ansatz. Wie es im Interview deutlich wird, soll es mehr um eine Erinnerungsfunktion (wer ist das? was macht der/die? La Fee Hörer/in? Aaaarg!) und eine Motivation für reale Kontaktaufnahme gehen, als primär um (noch) einen Bluetooth Chat, was im Übrigen sowieso eine Anwendung mit sehr begrenztem Nutzen ist.
Die Mobilfunk Komponente löst einige technische Probleme, die man dann bekommt, wenn nicht nur die Adresse des entfernten Gerätes herausgefunden werden soll, sondern eine direkte Verbindung oder gar Pairing über Bluetooth vonnöten ist. Auch erweitert sich der Nutzerkreis, denn auf dem anderen Gerät muss nicht unbedingt die aka-aki Anwendung laufen, damit ich das Profil des Besitzers erhalten kann, da reicht, wenn dessen Bluetooth an und sichtbar geschaltet ist. Die Datentarife bewegen sich zur Zeit deutlich nach unten, sodass das mittelfristig auch kein großes Problem sein sollte.
Im Interview war auch noch die Rede von einem Portaleigenen Nachrichten Dienst ähnlich SMS (Gebühr?) und dem “Stickerkonzept” (aka kleine Fotos).
Die Profile werden zunächst per Internet auf dem Server angelegt und wohl auch dort am ehesten gepflegt. Die Verzahnung von mobil und online Community wird interessant zu beobachten sein, falls es den Betreibern gelingt, genug Leute auf die Plattform zu bringen. Das ist online schon schwer genug, die Leute dazu zu bewegen etwas auf dem Telefon zu installieren ungleich schwieriger. Im schlimmsten Fall wird es als weitere Online-Community mit ungenutztem mobilem Anhängsel enden.
Über das Online-Portal fallen vielleicht auch ein paar Werbeeinnahmen ab, denn bisher ist ein Geschäftsmodell nicht klar ersichtlich, denkbar wäre auch Werbung innerhalb der Java-Anwendung. Wie bei Social Communties üblich, geben die Leute ja oft unglaublich detailliert Auskunft über ihre Interessen, Vorlieben usw. Dies ermöglicht sehr zielgerichtete Werbung und soll angeblich auch schon mal als eigentlicher Zweck des Web 2.0 genannt worden sein. Ein Blick in zukünftige AGBs von aka-aki oder der Adapter GbR könnte da erste Hinweise geben, wohin die Datenreise gehen soll. Irgendein Geschäftsmodell muss es geben, denn 5 GbR Gesellschafter + Entwickler + Server wollen bezahlt werden.
Egal, noch ist alles kosten- und werbefrei und schön, vielleicht lädt mich ja jemand zum Betatest ein.
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