Bluetooth Marketing Leitfaden - Download

Mobilfunk vs. Lokaler Funk

May 18th, 2007

Wenn es um die langfristigen Perspektiven von Marketing und Inhaltsdistribution über lokalen Funk geht, so könnte man angesichts einiger absehbarer Trends folgende Überlegungen anstellen:

  1. Wenn mobiles Internet immer günstiger wird (mobile Flatrates), ist die Verbindungskostenfreiheit von lokalem Funk kein Vorteil mehr.
  2. GPS hält Einzug auf mobilen Geräten, die Ortsbasiertheit von mobilen Diensten ist dann kein Problem mehr, Bluetooth Marketing verliert einen weiteren wichtigen Vorteil.
  3. UMTS/HSDPA ist relativ schnell
  4. Payment ist möglich über die Telefonrechnung (Premium SMS usw.)
  5. alles zusammen wird echte ortsbasierte Dienste über Mobilfunk erlauben, die jedermann sofort nutzen kann, die nichts/wenig kosten und im Prinzip überall funktionieren, nicht nur an Bluetooth-/WLAN Transmittern.

Aus technologischer Sicht stelle ich folgende Thesen pro lokalem Funk auf:

Lokaler Funk …

  1. wird immer günstiger sein
  2. wird immer schneller sein
  3. wird immer weniger Strom und weniger Strahlung benötigen
  4. wird immer flexibler einsetzbar sein
  5. wird auf absehbare Zeit genauer, zuverlässiger, schneller und günstiger orten

… als Mobilfunk.

Denn lokaler Funk ist …

  1. Günstiger - für Betreiber: Keine hohen Investitionskosten in flächendeckende Infrastruktur, keine hohen, dauerhaften Unterhaltskosten, einfache Servicestruktur.
    Günstiger - für Nutzer: keine Kosten für Übertragung, keine oder geringere Kosten für Inhalte
  2. Schneller: Geschwindigkeit ist abhängig von Entfernung => eine Funkzelle deckt bis zu 40km ab, die Auslastung reduziert bei HSDPA die Geschw.; Nahbereich: 10cm – 100m; die neue UWB-Technologie ist um den Faktor 1200 schneller als UMTS und ermöglicht z.B. den Download einer ganzen CD in Sekunden.
  3. Weniger Strom/Strahlung: Höhere Entfernung => quadratisch wachsende Leistung => mehr Strahlung; Vergleich: GSM hat um Faktor 2000 höheren Leistungsbedarf als Bluetooth (Class 3).
  4. Flexibel: Netzkontrolle liegt beim Betreiber statt bei wenigen Telekommunikationsunternehmen; neue Services können schnell hinzugefügt werden; Abrechnungsmodelle flexibel & marktnah; Innovative Neuerungen sind schneller am Markt
  5. Genau, Zuverlässig, Schnell, Günstig: Die Ortung ist bei Lokalfunk inhärent & kostenfrei, bis zu wenigen cm genau; die Ortung per Funkzelle ist kostenpflichtig und ungenau (120m); Die Ortung per GPS ist nicht in Gebäuden möglich, langsam, oft nicht exakt genug.

Das größte Hindernis aber für ortsbasierte Dienste über Mobilfunk waren und werden auch in Zukunft wahrscheinlich die Mobilfunknetzbetreiber selber sein, denn die wollen und werden irgendjemanden für die Netznutzung zahlen lassen, in Zukunft eben nicht mehr vornehmlich den Endkunden, sondern vermutlich die Inhalteanbieter/Werbetreibenden.

Nebenbei: Links

May 17th, 2007

aus diesem Blog versuche ich mehr oder weniger regelmässig auch bei Mister-Wong.de unter http://www.mister-wong.de/user/lokalfunk/ zu speichern. Vielleicht ist das ja mal jemandem von Nutzen.

Einstieg in die Java Bluetooth API - Benhui

May 17th, 2007

Eine weitere, sehr feine Sache, gerade wenn man beginnt, sich mit Bluetooth Programmierung auf Mobiltelefonen zu beschäftigen ist der BT-Browser auf Benhui.net.

Diesen Code ausprobieren und nachvollziehen, dann weiss man alles Wichtige.

Eine andere gute Idee wäre die Benhui.net Bluetooth Datenbank, die für Bluetooth-Mobiltelefone die Ergebnisse der Service Discovery bereitstellen soll. Leider ist der Zugriff seit langer Zeit nicht möglich.

WURFL - Best things in life are free

May 17th, 2007

Wer schon mal vor der Frage stand, wie in aller Welt man Tausende von Mobiltelefontypen, alle mit ihren Eigenheiten, in eine Datenbank bekommt und ständig pflegt, um damit ein WAP Portal oder ein wenig Bluetooth Marketing und Blueprinting aufzubauen, der kann wirklich abschätzen, was WURFL für die Entwicklung von Mobile Marketing - Systemen bedeutet.
Aber was ist das?

The WURFL is an XML configuration file which contains information about capabilities and features of many mobile devices.
The main scope of the file is to collect as much information as we can about all the existing mobile devices that access WAP pages so that developers will be able to build better applications and better services for the users.

Das heisst, mit dieser frei verfügbaren XML-Datenbank und den freien APIs in diversen Programmiersprachen kann zu fast jedem Mobiltelefon ermittelt werden, welche Features es besitzt (mp3,avi,E-Mail,WLAN,MMS, und viele viele Daten mehr). Die meisten Handy-Webportale und vor allem Hersteller von Marketing Systemen nutzen diese verlässlichen Daten, so auch die Firma exozet, die für die Wall AG die Bluetooth Marketing Software entwickelt hat und WURFL für die Auswahl der korrekten Inhalte in einer Bluetooth Kommunikation verwendet.
Ich konnte mich in einem Projekt auch selbst von der einfachen Integrationsmöglichkeit über die WURFL-Java API überzeugen.

Open Source Software und freie, verlässliche, umfassende Datenbank im Kontext (Mobile-) Marketing, das ist fast unheimlich, aber vor allem: wahnsinnig nützlich.

Zum Schluß noch ein kleiner Ausschnitt aus der Wurfl-XML Datei:


<device user_agent="Nokia6061" actual_device_root="true"
   fall_back="nokia_generic_series40_dp20" id="nokia_6061_ver1">
<group id="product_info">
	<capability name="model_name" value="6061"/>
</group>
<group id="display">
	<capability name="resolution_height" value="160"/>
	<capability name="max_image_height" value="128"/>
</group>
<group id="image_format">
	<capability name="colors" value="65536"/>
</group>
<group id="object_download">
	<capability name="ringtone_amr" value="true"/>
	<capability name="ringtone_awb" value="true"/>
	<capability name="ringtone_mp3" value="true"/>
	<capability name="ringtone_voices" value="16"/>
</group>
<group id="j2me">
	<capability name="j2me_screen_height" value="160"/>
</group>

Social Networking über Bluetooth - aki-aki

May 14th, 2007

Wie heute Chip meldet, soll ab Mitte Mai nicht der erste, aber wie es aussieht, mit aki-aki der sympathischste Social Networking Dienst in die öffentliche Betatestphase gehen. Im Blog von aki-aki kann man den Entwicklern ein wenig über die Schultern sehen.





Das Prinzip: Über eine Anwendung auf einem JSR82-fähigen (Java Bluetooth API) Mobiltelefon werden automatisch bei dem aki-aki Dienst angemeldete Nutzer, die sich auch mit ihrem Bluetoothtelefon in der Nähe befinden, erkannt und ggf. mit Foto und einigen Daten angezeigt. So kommt man ins Gespräch oder eben lieber nicht.

Das Ganze soll kostenlos sein.
Na dann, bin gespannt.

(Bildquelle: aki-aki Blog)

Open Source Bluetooth-Marketing: Consola

May 13th, 2007

Habe mich schon ein wenig gewundert, dass es noch keine OpenSource Lösung zu geben schien. Durch Zufall über einen Kommentar in Otaku, Cedric’s weblog bin ich auf die Software Consola gestoßen. Es handelt sich dabei um eine Anwendung für Apple ab Mac OS X Tiger.
Funktionen sind z.B. Blacklists (nach Ablehnung), zeitbasierte Aussendung verschiedener Inhalte. Angaben zu einem Blueprinting habe ich nicht gefunden, was schade ist, da es die Nutzbarkeit stark einschränken würde.
Nun ja, aber immerhin!
Ob Consola nun eine Firma oder ein Projekt ist, wird nicht so ganz klar (so ein Impressum ist schon eine gute Sache). Auf jeden Fall bieten Sie auch ein System inkl. Hardware und Inhalteerstellung als Dienstleistung an.





Als Hardware wird ein Mac Mini benutzt und das kann gut funktionieren, zumindest für Events im Innenbereich. Das Ding ist recht klein, locker leistungsfähig genug, sieht sehr gut aus und etwas ältere Modelle bekommt man für um die 450 Eur würde ich schätzen. Neu kostet der günstigste Mini um die 600,- Eur (z.B. bei amazon).

(Bildquelle: Consola)

Embedded PC Vol. 3 - Bluegiga WRAP

May 12th, 2007


Bluegiga ist ein finnisches Unternehmen spezialisiert auf Bluetooth Module. Mit dem Bluetooth Access Point Bluegiga WRAP Server, in Verbindung mit dem Software Development Kit und dem Bluetooth Solution Manager als Lösung für einen Distributionsserver kann ein komplettes Bluetooth Marketing System aufgebaut werden:



Der eigentliche Bluetooth Transmitter ist der Wrap Server (s. erstes Bild). Die Daten dazu sind (lt. Hersteller, Stand 14.05.2007):

  • Enables Bluetooth networking between multiple devices and networks
  • Serves up to 21 simultaneous Bluetooth connections with latest Bluetooth 2.0+EDR standard (3Mbps)
  • Supports all key communication standards:
    - Bluetooth Class 1 - 2
    - Ethernet (100Mbps)
    - Wi-Fi, GSMGPRS via external CF card
    - USB, RS232 and GPIO
  • On Board 32 MB RAM + 32MB Flash
  • Offers an open platform for adding local applications (SDK available)
  • Incorporates packet filtering firewall
  • All relevant Bluetooth profiles and APIs supported
  • +200 meter Bluetooth range / Software configurable to support 10 meter range only
  • DHCP Support for plug-and-play installation
  • Available with integrated and external antenna versions
  • Network Management System Available (BSM)
  • Uncompromised security: SSL, SSH, Firewall and 128 bit Bluetooth encryption
  • Extendable flash memory via USB or CF interface
  • Bluetooth 1.1, 1.2 and 2.0+EDR compatible
  • Bluetooth, CE, FCC and IC certified
  • Several add-on accessories available: Mounting acceossory, Battery Pack, Outdoor Installation Kit

Die Größe ist mit 130*80*35 mm noch im grünen Bereich.

Ich hatte vor einem Jahr mal ein Gerät im Test (ohne SDK und dem Solution Manager), gut gefallen hat mir:

  • Verlässlichkeit und Funktionsumfang
  • Einfache, schnelle Programmierbarkeit über Shell-Kommandos (Versenden eines Inhalts über OBEX mit einem Befehl & Parametern)
  • Erweiterbarkeit des Wrap Servers
  • Allgemein: Kommunikation mit dem Unternehmen
  • Sind selbst Hersteller der Bluetooth Module und entsprechend die besten Experten.

Unter Umständen sind einige Punkte problematisch (je nach Anwendungsfall):

  • Das Gerät hat vorne eine Öffnung und ist nicht gegen Staub+Nässe geschützt
  • Temperaturbereich: 0..55 Grad C
  • Es sind im Normalfall max. 3 Bluetooth Module pro AccessPoint möglich
  • Grundsätzlich bindet man sich stark an ein Unternehmen und dessen Software.

In Deutschland wird Bluegiga z.B. von Hy-Line vertrieben. Bei semiconductorstore.com (Kalifornien) kostet ein Bluegiga WRAP Server mit einem Bluetooth Modul $556,- und das SDK $640,-.

(Quellen: Webseite Bluegiga.com und die PDFs Bluegiga WRAP und Bluegiga BSM)

Der Preis für Bluetooth Marketing

May 12th, 2007

Im allgemeinen werden konkrete Preise für Bluetooth Marketing nicht auf der Anbieterwebseite, sondern nur auf Anfrage kommuniziert. Ein wenig Verständnis muss man haben, da der tatsächliche Aufwand vor allem bei Events nicht nur von Anzahl und Dauer der vermieteten Geräte, sonderen von Zusatzleistungen abhängt, wie Beratung von Kunden (das Medium ist ja für fast alle Kunden neu), Eventdurchführung/-überwachung und Inhaltspflege, soweit diese Leistungen vom Anbieter angeboten werden. Nicht zuletzt hängt der Preis von den Features und dem Aufwand für deren Entwicklung ab. Fortgeschrittene Systeme, die z.B. die hier vorgeschlagenen Regeln implementieren, sind gegenüber mobilen Bluespamming-Maschinen natürlich etwas teurer, die Nutzer werden es aber danken.

Meinen Recherchen nach existieren bei professionellen Bluetooth Marketing Systemen (s. Architektur) in der Vermietung meist folgende Rechnungsbestandteile:

  1. Pauschale (klein pro System oder größer pro Auftrag): Für z.B.: Einrichtung des Systems, einen Inhalt aufspielen, Versand der Geräte
  2. Vermietung pro System (meist gestaffelt nach Dauer und Anzahl): Bluetooth Transmitter + Verwaltung der Kampagne(n) über Distributionsserver + WebCMS oder Statistik Tool
  3. Stundenbasierte Abrechnung von Zusatzleistungen: Beratung, Inhaltspflege, …
Eigenentwicklung, Statistik Bluetooth Downloads
Bluetooth-WebCMS, Eigenentwicklung

Andere Modelle sind mir noch nicht untergekommen, gleichwohl denkbar wäre z.B. die Abrechnung nach Anzahl Downloads ähnlich der Online-Werbung. Aber das lohnt sich wohl für die Anbieter noch nicht wirklich ;)

Preisschätzung Vermietung
Wie am 23.01.2007 bei golem.de (s.a. mein Post dazu) gemeldet wurde, setzt Ströer ein Bluetooth Marketing System an 30 festen Standorten in Deutschland ein. Dankenswerterweise sind hier die Preise und hier die Details als PDF, Stand 13.05.2007, angegeben. In folgender Beispielrechnung wird von diesen Preisen ausgegangen, alle darüber hinaus gehenden Annahmen gehen ausschließlich auf meine persönlichen Erfahrungen mit anderen Systemen/Anbietern zurück:

  1. Pauschale: 300,- Eur einmalig
  2. Miete: 50,- Eur/Tag und Werbeträger

Beratung wird nicht berechnet, müssen Mediadaten erstellt oder modifiziert werden, so werden diese stundenweise abgerechnet (z.B. mit 75,- / h).

Beispielrechnung
Ein Werbetreibender bucht eine 10-tägige Kampagne auf 6 Berliner Standorten. Alle Inhalte werden perfekt angeliefert (sehr sehr selten).
Die Kosten für das Bluetooth Marketing sollten also sein: 300,- Eur + 10 * 6 * 50,- Eur = 3300,- Eur.
Realisterweise fallen noch min. 4h Bearbeitunsgebühr an: 4*75,- Eur + 3300,- Eur = 3600,- Eur.

Was kann man erwarten?
Als Werbetreibender interessiert ja am Ende des Tages die Anzahl der Downloads und in der Abschlussrechnung der Preis pro Download als einfachstes Vergleichskriterium gegenüber anderen Medien. Im nächsten Schritt ist eine Betrachtung des Feedbacks oder der Conversation-Rate von Gutscheinen o.ä. sinnvoll.
Meine Erfahrungen mit Kampagnen im Außenwerbungsbereich zeigten eine durchschnittliche Downloadrate von 100-120 pro Tag. Diese Zahlen können recht deutlich variieren, nicht zuletzt auch abhängig vom angebotenen Inhalt.

Das bedeutet für den Einzelkontaktpreis: insgesamt wären für das o.a. Szenario 100 Downloads * 10 Tage * 6 Standorte = 6000 Downloads denkbar.
Daraus folgt, dass 1 Download den Werbetreibenden 3600 Eur / 6000 Downloads = 0,6 Eur kostet, also ein TKP (Tausenderkontaktpreis) von 600,- Eur.

Zu beachten ist, dass bei sehr interessanten oder werthaltigen Inhalten (Gutscheine, Trailer) die Conversion Rate sehr groß sein kann (soweit messbar), oft um Größenordnungen über denen von z.B. Handzetteln oder Plakaten.

Es bleibt anzumerken, dass der Tagespreis pro Gerät um schätzungsweise das Dreifache höher liegen kann, wenn nur kurzzeitige Events mit wenigen Bluetooth-Transmittern gebucht werden (z.B. auf Messen, Konzerten usw.).

Zu jedem Download einen Kaffee gratis, ..

May 9th, 2007

.. das könnte die Zukunft sein, vielleicht auch für Mobile Marketing? Bluetooth Sender in Getränkeautomaten mit ungeheuren Limo-Per-Download (LPD) Raten! Bluetooth 3.2+BIER mit 2Litern/min. Als Opt-In einfach kurz am Automaten lecken. Das ist Crossmedia (Plakat - Handy - Magen) vom Allerfeinsten.

Bluetooth Marketing - Inhalte & Form Vol. 1

May 9th, 2007

So ein neuer Kommunikationskanal steht und fällt nicht nur im Hinblick auf Bedienbarkeit und Sicherheit sondern natürlich wie und was darüber gesendet wird und werden kann.
Im Kontext Bluetooth ist es theoretisch möglich, alle Formen von Dateien zu versenden, binär und Text. Dann kommt es darauf an, wie die konkreten Implementierungen auf den Mobilgeräten mit den ankommenden Daten umgehen.
Die erste Einschränkung ist, dass zunächst relative Referenzen nicht aufgelöst werden können, d.h. es macht nur Sinn Inhalte zu verschicken, die genau in einer Datei sind und keine lokalen/relativen Referenzen haben (z.B. HTML-Seiten mit Bildern => href=”/images/bild.gif” geht hier natürlich nicht).

Desweiteren muss das Zielgerät das Format korrekt darstellen können und genug Speicher frei haben. Aber da sieht es ganz gut aus, die meisten Geräte kommen ja inzwischen mit gif, mp3, avi usw. klar und besitzen deutlich MB.

Ein anderes Problem ist, dass manche Mobilfunknetzbetreiber die Bluetooth Schnittstelle softwareseitig eines Teils ihrer Funktionen berauben. Im Falle Verizons, eines der größten Provider in den USA, macht es Bluetooth Marketing dort sehr schwierig.
Auch Vodafone etabliert die sehr zweifelhafte Tradition, sinnvolle Funktionen zu deaktivieren, sowohl bei Bluetooth als auch aktuell in UK durch Entfernen der VoIP Fähigkeit aus dem N95 (The Register, gef. bei smstextnews.com).
Ich unterstelle da mal einfach, dass Sorge um die Sicherheit der Kommunikation nicht die primäre Motivation ist, sondern eher die Sorge, dass das kostenlose Bluetooth und das günstige VoIP den Gewinn schmälern.

Zuletzt ist es eine Frage der Geschwindigkeit, wie große Inhalte sinnvollerweise angeboten werden können. Bluetooth übertragt in den 1.x Versionen ca. 0,7 MBit/s netto, in BT 2.x+EDR ca. 2,2 MBit/s netto. Netto bedeutet hier: effektive, für Nutzdaten verwendbare Datenrate. Funken ein 1.x und ein 2.x Bluetooth Gerät miteinander, so kann natürlich nur die 1.x Geschwindigkeit genutzt werden. Noch haben die meisten Mobiltelefone Bluetooth 1.x verbaut, neuere kommen auch mit 2.x.
Aus Gründen der Nutzerfreundlichkeit sollten also Inhalte eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
Zwischenrechnung:

  • 0,7 Mbit/s geteilt durch 8 (Bit) sind 87,5 KByte/s.
  • Nehmen wir an, ein mp3 in CD Qualität (128kbps) von 3MB Größe soll übertragen werden, so dauert das also mit Bluetooth V1.x = 3000 KB / 87,5 KB/s = 34 sek.
  • Das ist noch gut zu machen, würde ich sagen. Mit GPRS (53 Kbit/s) würde das Ganze 7,54 minuten dauern, mit UMTS (300 KBit/s) immer noch 80 sek., allerdings kostet das Geld ;)

(Bild Quelle: Nokia)