May 28th, 2007
Ein kritischer Blick auf die Bemühungen der Bluetooth SIG, das Konzept Bluetooth auf andere, schnelle Übertragungstechnologien zu übertragen, findet sich in dem interessanten englischsprachigen Blog Martin’s Mobile Technology Page von Martin Sauter: “Bluetooth To Use Wifi As A Physical Layer?” von heute.
Too little too late?
I wonder if faster Bluetooth is still needed as other wireless alternatives are already on the market today.
(…)
If Bluetooth wants to play a role in this market in the future the SIG has quite some catch-up to play or else Bluetooth will be doomed in the future as a technology for wireless headset connection and as slow data exchange protocol for small files.
Allgemein beschäftigt sich das Blog mit “Thoughts on the evolution of GSM, UMTS, WLAN, Bluetooth, and WiMAX”, mit Betonung aktueller Entwicklungen und Trends im Mobilfunk (HSDPA, UMTS) sowie WiMAX. Spannend. Ist ab sofort im Blogroll zu finden.
(Tipp von Mobile Zeitgeist)
Posted in Bluetooth, Blog | No Comments »
May 28th, 2007
Ein in vielfältiger Weise aufschlussreicher Artikel zu einem NFC Payment Pilotprojekt findet sich in Card Technology, gefunden bei Mobile Zeitgeist, dieser Zusammenfassung ist fast nichts hinzuzufügen.
Für folgende Probleme hätte ich einen Tipp ;)
And the downloading process was confusing for consumers and took a long time–on average about 5 minutes for each download. Some of the delays or unsuccessful downloads were caused by a failure of the phones to receive the SMS messages sent via the OTA platform vendor, he said.
Wer schon einmal versucht hat, einer Bank eine innovative Technologie näher zu bringen, wird den Artikel mit einem weinenden und einem schmunzelnden Auge lesen.
Posted in NFC | No Comments »
May 28th, 2007
Der Artikel von Ralf Trautmann vom 27.05. “High-Speed-Bluetooth über WLAN? Standard könnte führende Inhouse-Übertragungs-Technik werden” erläutert ein wenig mehr den möglichen Anwendungskontext und die technische Realisierbarkeit von Bluetooth über WLAN (HS-Bluetooth).
Denn Bluetooth hat gute Chancen, sind zu einer führenden Inhouse-Übertragungstechnologie zwischen verschiedenen Geräten auch abseits der Nutzung auf Handys zu entwickeln (zum Beispiel für Digitalkameras, Fernsehen, MP3-Player und andere elektronische Geräte), da es gegenüber seinen Konkurrenten einige Vorzüge hat: So ermöglicht die Technik mittels “Kopplung” den schnellen und unkomplizierten Aufbau von Verbindungen zwischen verschiedenen Geräten, hier muss nicht wie bei WLAN erst ein Netzwerk mit IP-Adressen und Netzwerkschlüssel konfiguriert werden. Zudem gilt das Bluetooth-Verfahren als energiesparend und unter anderem dank möglicher 128-Bit-Verschlüsselung als sehr sicher. Darüber hinaus ist der Grad der Etablierung bei den Endgeräte-Herstellern hoch.
Posted in Bluetooth, Wlan | No Comments »
May 27th, 2007

Nun ja, zumindest deutlich weiter als normal und zielgerichtet kann man kommen, mit ein bisschen Bastelarbeit und handelsüblichen Materialien, die
trifinite.org Gruppe zeigt wie man
eine spezielle Antenne für 2.4 GHz anschliesst.
Ergänzung:
Mit einer solchen Konfiguration (Laptop+Dongle+Antenne und ein nicht modifiziertes Nokia 6310i) konnte bei einem Test in 2004 durch trifinite.org ein 1,75 km entferntes Mobiltelefon kontaktiert werden. Und das wohlgemerkt, obwohl dieses Mobiltelefon laut Spezifikation max. 10m weit über Bluetooth funken können sollte.
(Bildquelle: trifinite.org)
Posted in Bluetooth | No Comments »
May 27th, 2007
Erwägen Sie in Zukunft den Einsatz von Bluetooth Marketing? Das ist gut und fortschrittlich und kann sich sogar lohnen, falls einige Dinge im Vorfeld mit dem Dienstleister abgesprochen und ggf. dessen AGB geprüft wurden. Dazu einige Tipps:
- Lesen Sie das Bluetooth Manifest und fragen Sie den Dienstleister nach den einzelnen Punkten
- Insbesondere lohnt eine Bluetooth Kampagne nur dann, wenn ein Blueprinting vorhanden ist, wobei min. 150-200 der vor Ort gebräuchlichen mobilen Endgeräte erkannt werden sollten. Dies sollte der Dienstleister schriftlich garantieren. Ansonsten werden die Inhalte oft nicht korrekt auf dem Endgerät dargestellt. Wichtig ist auch das Land: in den USA sind z.T. völlig andere Geräte im Umlauf als in Europa …
- Sie sollten sich rechtlich insofern abzusichern versuchen, als dass der Dienstleister für die Rechtmäßigkeit der Kommunikationsform im Veranstaltungsland haftet (AGB!). Für Content-Push ist die Rechtslage nämlich noch nicht eindeutig geklärt. Für die Inhalte haftet natürlich der Hersteller/Anbieter.
- Rechnen Sie mit durchschnittlich 100 erfolgreichen Downloads pro Tag und Bluetooth Hotspot (Transmitter), falls Sie einen sehr guten Inhalt verteilen und deutlich auf diesen Service hinweisen. Unseriöse Anbieter können an gigantischen Versprechungen in dieser Hinsicht erkennbar sein. Mehrere Hotspots auf einem Punkt erhöhen meistens die Downloads nicht sonderlich.
- Beachten Sie alle Neben- und Folgekosten:
- Vermietungskosten sind klar, Vermietungsdauer beachten.
- Portokosten: können nicht unerheblich sein, gerade bei kurzen Events und Anbietern aus dem Ausland. Klären Sie früh, wer wann wohin (Messe!) die Geräte versendet und abholt!
- Setup-Gebühren: Einmal Kosten für Einrichtung usw.
- Wichtig: Bearbeitungskosten für zu versendende Inhalte! Meistens ist es notwendig, dass für einen zu versendenden Inhalt mehrere Varianten vom Kunden angeliefert werden müssen. So muss ein Bild z.B. in verschiedenen Auflösungen und Farbtiefen vorliegen (passend für die verschiedenen Endgeräte). Es reicht also nicht ein Bild sondern es sind eher 15-20 Bilder pro Inhalt. Liegt ein Inhalt nicht in allen oder nicht in der korrekten Form vor, so wird die Bearbeitung oft vom Bluetooth Marketing Dienstleister durchgeführt, was zu nicht unerheblichen Kosten relativ zum Vermietungspreis führen kann. Dieser Themenkomplex sollte im Vorfeld und früh genug mit dem Dienstleister genau geklärt und eventuell eine Pauschale für Inhaltsbearbeitung festgelegt werden.
- Zertifikate: Werden Programme (z.B. Spiele, “Informationsbroschüren” als Java Anwendung) so ist in jedem Fall ein Software-Zertifikat zu empfehlen. Klären Sie die Kosten und Details für die Zertifizierung. Hat der Dienstleister schon mal sein Zertifikat für einen anderen Kunden eingesetzt, so sollten die Kosten geringer sein.
- “Klassisches” Point-of-Sale Marketing: Denken Sie daran, dass Bluetooth unsichtbar ist, d.h. Ihre Aktion muss vor Ort deutlich durch Plakate, Leuchtsäulen usw. angekündigt und erklärt werden. Auf Messen haben sich (geschulte) Promotion Teams bewährt, die auch mal eine Frage eines Nutzers beantworten können. Beachten Sie die Kosten und Fristen für Plakatdruck, Einweisung der Promotion Teams usw.
- Achten Sie auf eine gewisse Verhältnismässigkeit der Preise zu den Herstellungskosten, dazu die beiden Anhaltspunkte (siehe auch diesen Post):
- Ein Bluetooth Hotspot kostet im Einkauf ca. 400-800€.
- Eine Leuchtsäule, wie hier beschrieben, kostet ca. 350,- €
Posted in Geschäft, Bluetooth Marketing, Mobile Marketing | No Comments »
May 23rd, 2007
Mediabiz meldet, dass arvato, ein Hersteller von Mobiltelefon Inhalten jeder Art nun an das Blucom System des Satellitenbetreibers Astra angebunden werden soll.
Das Blucom System verbindet TV mit lokalem und mobilem Funk:
“Blucom interactiv” ist eine Eigenentwicklung von APS, einem Tochterunternehmen des Satellitendienstleisters Astra, die die Dialogfähigkeit des Handys mit der Fernsehnutzung kombiniert. Bei der Neuentwicklung sendet der Programmanbieter zusätzlich zu Bild und Ton weitere Daten via Satellit an eine Set-top-Box. Die Box filtert die Zusatzdaten aus dem Signal heraus und sendet sie via Bluetooth an ein Mobiltelefon, während die Bild- und Tonsignale wie bisher an das TV-Gerät gehen. Über das Handydisplay können dann Zusatzfunktionen wie Wetten, Textinfos und Online-Bestellung aufgerufen werden, die Interaktion erfolgt über SMS.
(s. Mediabiz, 01.09.05)
Neben Klingeltönen und Dating SMS wären da sicher auch richtig schöne Sachen möglich.
Posted in Anwendung, Bluetooth | No Comments »
May 22nd, 2007
Wie heute bei heise (”Des Bluetooth neue WLAN-Basis”) oder auch connect gemeldet wird, hat die Bluetooth SIG Pläne vorgestellt, wie Bluetooth und WLAN (IEEE 802.11) in einem zukünftigen Bluetooth Standard zusammenkommen sollen.
Arbeitstitel: HS-Bluetooth, ich spekuliere gewagt, HS steht für Highspeed.
Mit UWB (Ultrawide Band) steht aber schon ein weiterer Hochgeschwindigkeits Nachfolger für Bluetooth vollständig bereit. UWB soll mit bis zu 480 MBit/s funken und wäre damit respektable 240 mal schneller als Bluetooth 2.0.
Zwei Dinge finde ich daran besonders interessant:
- Die Bluetooth SIG schafft es augenscheinlich mit ihrer Arbeit und Konzepten, andere Standardisierungsorganisationen zur Zusammenarbeit zu bewegen, erst die WiMedia Alliance (UWB), nun anscheinend die IEEE. Das ist nicht die Regel.
- Das Konzept der Bluetooth Profile hat sich als sehr sinnvolles, modulares und modernes Konstrukt erwiesen. Es ist anwendungszentriert und abstrahiert von den Protokollen und der Übertragungstechnik. Deshalb ist es möglich, dass man von Bluetooth über UWB oder bald vielleicht Bluetooth über WLAN sprechen kann.
Im nächsten Schritt könnte noch das komplementäre NFC mit Bluetooth verknüpft werden (schneller Verbindungsaufbau, sicheres, schnelles Pairing). Es wird irgendwann zwar die Funktechnik Bluetooth (1.x-2.x) langsam auslaufen, aber die Einstellung, wie Lokalfunk-Kommunikation gesteuert und angewendet wird, könnte dann sehr stark durch Bluetooth-Konzepte geprägt sein. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass dann Anwendungen interoperabel, günstiger und schneller entwickelt werden können.
Posted in Bluetooth, NFC, Konzept, UWB | No Comments »
May 21st, 2007
ab jetzt werde ich versuchen, sinnvolle Tags zu jedem Post zu pflegen. Eine kleine Wolke ist in der rechten Spalte hinzugekommen. Die Kategorien sind nicht in den Tags vorhanden. Ich experimentiere noch ;)
Posted in In eigener Sache, Blog | No Comments »
May 21st, 2007
Dank der BlueZ Bluetooth Stack Implementierung und einigen nützlichen Kommandozeilentools steht der Entwicklung von Bluetooth Anwendungen kaum etwas im Wege.
Folgende Links fand ich dabei besonders nützlich:
Für die Programmierung bieten sich unter C++ die BlueZ Libraries an, aber auch mit Skriptsprachen lässt sich einiges machen.
Für Perl möchte ich hier eine kleine, einfache Routinensammlung namens BTAccess.pm unter der GPL veröffentlichen. Notwendig für die Ausführung ist natürlich Perl, BlueZ und die Tools hcitool, sdptool und obexftp, ich nutze Suse 10, Kernel 2.6.
(Bildquelle: howto.pilot-link.org)
Posted in Open Source, Bluetooth | No Comments »
May 19th, 2007
In dem sehr interessanten neuen Blog mobile tagging (via Mobile Zeitgeist) erfährt der geneigte Leser sehr viel über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich.
Barcodes sind ja nun nicht direkt Funktechnologie (die Frage, ob Licht nun Wellen oder Teilchen sind, außen vor gelassen), aber sie bieten eine einfache und spannende Alternative zu Funk in der mobilen Kommunikation. Sie werden im mobilen Marketing vor allem für die Übertragung von Weblinks zum schnellen Abruf Internetseiten verwendet, wer schon öfter über die Telefontastatur Links eingegeben hat, wird den Service unter Umständen zu schätzen wissen.
Die größten Vorteile gegenüber Bluetooth Marketing sind meines Erachtens:
- Es ist keine Transmitterhardware vor Ort vonnöten, Barcodes sind einfach zu produzieren, sie kosten praktisch nichts. Ein einfaches Beispiel: beidatamatrix.kaywa.com kann man online kostenlos 2D-Datamatrix Codes genieren, s. Bild oben (Inhalt: Url dieses Blogs).
- Die Kommunikationsinitiierung ist inhärent erlaubnisbasiert und unverdächtig.
- Die transportierbare Datenmenge wächst und z.B. mit Vielfarbencodes können theoretisch bis 1.25GB kodiert werden (bei 256 Farben, Größe des Tags ?). Realistischer klingt der Vielfarbcode mit 24 Farben und 1.8MB, denn immerhin muss eine Mobiltelefonkamera und -Software das Ganze auch noch erkennen und verarbeiten.
- Potentiell bedienungsfreundliche Technologie (zumindest der Kommunikationsvorgang an sich), Fotografieren kann fast jeder, wobei der Teufel im Detail steckt: verwackeln, Lichtverhältnisse, Software (Tag-Reader) notwendig usw.
- Die Datenübertragung an sich dauert genau so lange, wie man braucht, um ein Foto des Tags zu machen.
Die Nachteile:
- Noch ist die Datenmenge der verbreiteten Tags nicht ausreichend für wirklich interessante Inhalte. Das kann sich jedoch schnell ändern.
- Die Tags sind nicht sehr ansehnlich, werden sie zu groß, so können sie sich negativ auf die Werbe-/Informationsfläche auswirken, sind sie zu klein, können sie nur wenig Information tragen. Eine Idee, die Tags attraktiver zu machen sind personalisierbare Tags, z.B. mit Bildlogo in der Mitte usw. (s. mobile-tagging)
- Es muss eine Software auf dem Mobilgerät installiert sein, die Nutzbarkeit der Inhalte hängt stark von der Software ab.
- Es existieren viele verschiedene Codes.
- Der Zeitraum von Start des “Downloads” bis Nutzbarkeit des Inhalts wird in größerem Maße von der Software zur Dekodierung bestimmt. Bei größeren Inhalten und komplizierteren Codes kann das durchaus lange dauern. Bei entsprechend modernen “Computern 2.0″ dürfte das aber kein Problem sein.
- Wie oben angedeutet: Die Tags müssen fotografiert werden und zwar so, dass die Software damit klar kommt. Bei wenig Licht, schlechter Kamera/Software oder deutlichem Tatterich kann das eine Frust produzierende Angelegenheit sein.
- Mit RFID und NFC droht eine (Funk-) Technologie Konkurrenz, die einige der Probleme von Barcodes elegant löst und dieselben Vorteile besitzt.
Gerade der letzte Punkt ist eine spannende Frage, die sich auch in der Industrie zur Zeit stellt (z.B. bei der Auszeichnung von Waren usw.). Noch sind Barcodes weit verbreitet, auch weil sie noch deutlich günstiger sind. Doch RFID holt auf. Im mobilen Marketing findet NFC noch kaum statt. Doch auch das ist mit großer Wahrscheinlichkeit nur eine Frage der Zeit.
Posted in Mobile Marketing, Blog, Konzept | 2 Comments »