April 30th, 2007
Der Grundaufbau einer Lokalfunklösung, wie z.B. ein Bluetooth® Marketing System, lässt sich fast immer auf folgende Basis bringen:
Die Transmitter die die Sendeeinheiten, die die entsprechenden Funktechnologien und Protokolle unterstützen und mit den mobilen Geräten (Mobiltelefon, nicht in der Skizze eingezeichnet) kommunizieren. Transmitter bestehen aus den eigentlichen Funkmodulen und einem Rechenmodul, z.B. einem Embedded PC mit Bluetooth/WLAN Dongle oder einer integrierten Lösung.
Die Transmitter werden im Allgemeinen von einem oder mehreren zentralen Distributionsservern gesteuert. Dort können Informationen über Kampagnen, Inhalte, Anwendungen in einer Datenbank gespeichert werden und die Verteilung der Inhalte und Steuerungsinformationen zu den “entfernten” Transmittern vorgenommen werden. Auch die Kommunikation zwischen Transmittern kann über den Server laufen. Oft ist der Distributionsserver nicht in Funk-Reichweite der Transmitter, sodass für hier die Kanäle GSM, LAN oder auch ein USB-Stick genutzt wird.
Als Interface für das Management des Systems (Neue Inhalte hochladen, Statistik, Kampagnensteuerung usw.) exisitiert oftmals ein Web-Content Management System.
Auf den mobilen Geräten wird keine spezielle Software benötigt, um den Dienst nutzen zu können.
Einige Variationen:
- Es existiert kein Distributionsserver, nur einzelne, autonome Transmitter, die mit für eine bestimmte Zeitdauer unveränderlichem Satz an Informationen & Inhalten ausgestattet sind.
- Der Distributionsserver besitzt Schnittsstellen zu anderen Diensten z.B. im Internet (Inhaltedatenbank, RSS Feeds, Podcasts).
- Die mobilen Geräte können über eine spezielle Anwendung, die zuerst dort installiert werden muss, mit dem System kommunizieren.
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April 30th, 2007
Herzlich willkommen zum ersten Eintrag im Lokalfunk-Blog.
Das Lokalfunk-Blog wird sich mit einigen Facetten lokaler, freier, mobiler und ortsbezogener Kommunikation beschäftigen.
- Lokal, weil es um Nahbereichsfunk gehen wird, d.h. Funktechnologien, die zwischen Zentimetern bis ein paar Hundert Metern weit funken.
- Frei, weil keine Verbindungskosten und Lizenzkosten bei der Nutzung des Kommunikationskanals anfallen.
- Mobil, weil mindestens ein Kommunikationspartner ein Nutzer eines mobilen Gerätes ist, wie z.B. einem Mobiltelefon oder einem PDA.
- Ortsbezogen, weil die ausgetauschten Informationen in einem irgendwie gearteten Kontext zur direkten Umgebung des Senders und Empfängers stehen.
Konkret: es geht um Bluetooth® und Bluetooth ® Marketing oder auch Proximity Marketing, aber auch andere Technologien, wie Ultra-Wideband (UWB), Near Field Communication (NFC), WLAN, sowie neue Anwendungen und Konzepte. Als Überbegriff verwende ich dafür Lokalfunk.
Lokalfunk bietet z.B. Möglichkeiten, Inhalte beliebiger Form (Programme, Bilder, Video, Musik usw.) unabhängig von Mobilfunkbetreibern und verbindungskostenfrei auf v.a. Mobiltelefone zu übertragen oder mit NFC Bezahlverfahren/elektronische Tickets zu realisieren.
Dieses Blog startet mit den Kategorien
- Anwendungen und Konzepte - was kann man mit Lokalfunk tun, was sollte man nicht tun, was könnte (in Zukunft) möglich sein
- Technologie - welche Hard-/Software und welcher Standard kommt und kann zum Einsatz kommen, welche Rolle spielen jetzt und in Zukunft OpenSource Projekte
- Geschäft - welche Unternehmen / Forschungseinrichtungen sind in diesem Bereich tätig, welche Anwendungen & Produkte bieten sie an
Ich heiße Holger Hammel, arbeite als Freelancer und freier technischer Berater. Als Voraussetzung für einen unabhängigen Blog mit diesem Thema kann ich auf inzwischen vierjährige Forschung und Entwicklung von Lokalfunkanwendungen und -Geschäftsplanung anführen, sowie den Umstand, dass ich in keinem Vertragsverhältnis zu irgendeinem Unternehmen stehe, das Mobile-/Bluetooth-/Proximity-Marketing betreibt.
Mein Ziel ist es, über die o.a. Themenfelder zu informieren und diskutieren, aber auch herauszufinden, inwiefern ein OpenSource Bluetooth Kommunikationssystem eine realistische und erstrebenswerte Alternative zu rein kommerziellen (und entsprechend teuren) Lösungen sein kann. Erste Ansätze dazu existieren, je nach Zeit und Unterstützung könnten diese nach und nach veröffentlicht werden.
Die Kommentare sind moderiert, gesetzes- oder sittenwidriges sowie eindeutige Werbung oder Schmähungen werden nicht veröffentlicht.
Ansonsten freue mich über alle Kommentare hier im Blog und Support jeder Art (bitte gerne mailen: hammel /a/ patternmatch /./ de).
Ok, let’s go.
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